Pilgern im Heiligen Land – Auf den Spuren Jesu

24.01.2015 (18:01) von | Kategorie: Pilger
Blick vom Nordufer auf den See Genezareth im Galiläa. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Blick vom Nordufer auf den See Genezareth im Galiläa. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Logo Israel Advertisement TABGHA/JERUSALEM (siv) – Eine warme Frühlingsbrise weht über die Gräser am Nordhang des Sees Genezareth, die Uferböschung schlängelt sich an den Golanhöhen südwärts und in der Ferne schraubt sich Tiberias über 400 Meter in das galiläische Hügelland hinein. Anke Zander ist vom dem Ausblick auf dem Berg der Seligpreisungen fasziniert: „In der Bibel habe ich schon oft über diesen Ort gelesen und versucht, ihn mir vorzustellen. Aber dort zu stehen, wo Jesus seine Bergpredigt gehalten hat, ist ein Höhepunkt in meinem Glaubensleben.“ Zusammen mit weiteren Teilnehmern einer deutschen Pilgergruppe ist sie nach Israel gereist, um die biblischen Orte des Christentums selbst kennenzulernen. Diesen Traum erfüllen sich jedes Jahr Zehntausende Gläubige aus Deutschland, die uneingeschränkt fasziniert in ihren Kirchengemeinden vom Erlebten berichten.

>>> Staatliches Israelisches Verkehrsbüro: Reiseangebote für Pilgerreisen

Es ist Zeit für ein Gebet. In der morgendlichen Stille und fernab tosendem Großstadtlärms, fällt es den meisten leicht, sich dem Gespräch zu Gott hinzugeben. Zu lauschen, ob er in dieser Minute eine persönliche Botschaft hat, oder einfach um Dank zu sagen für die Natur oder auch diese Reise. Ihr Reisebus wartet am Fuß der Hügelkette und bringt sie in das nahegelegene historische Kapernaum. Grundmauern aus schwarzem Basalt markieren die einstigen Wohnhäuser, darunter auch das von Petrus, überbaut durch einen modernen achteckigen Kirchenbau. Etwas seitlich sitzen verschiedene Pilgergruppen unter schattigen Taboreichen im Garten zusammen, halten Gottesdienst, thematisieren die passenden Bibelstellen im Matthäus- oder Johannes-Evangelium oder genießen einfach das milde Mittelmeerklima.

Die Überreste von Kapernaum lassen erahnen, wie das Fischerdorf zu Jesu Zeiten ausgesehen haben mag. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Die Überreste von Kapernaum lassen erahnen, wie das Fischerdorf zu Jesu Zeiten ausgesehen haben mag. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Nach einer erholsamen Nacht in Tabgha, neben blühenden Mango-, Bananen- und Olivenplantagen, unternimmt die Pilgergruppe einen kurzen Abstecher in die Brotvermehrungskirche. Von Benediktinermönchen gepflegt, wird auch sie wegen ihrer wunderschönen Bodenmosaike und dem Stein, auf dem Jesus das Brot geteilt haben soll, gerne besucht. Dann geht es am Westufer Richtung Süden. Kurz hinter dem Abfluss des Jordans aus dem See Genezareth, ragen terrassenförmige Stufen in das seichte Flusswasser. Die Taufstelle Yardenit ist jedes Jahr Treffpunkt Zehntausender Pilger aller Kontinente, für viele erfüllt sich dort der Wunsch nach einer Taufe im Jordan.

Tausende Christen erfüllen sich jedes Jahr einen Wunschtraum: die Taufe im Jordan nach biblischem Vorbild. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen

Tausende Christen erfüllen sich jedes Jahr einen Wunschtraum: die Taufe im Jordan nach biblischem Vorbild. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen

 

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Bei der Weiterfahrt nach Jerusalem tauscht sich Anke Zander mit ihrem Mann Stephan und den Mitreisenden über den Ölberg, den Leidensweg Jesu, die letzten Stunden vor der Kreuzigung und die Auferstehung aus, und sie sind gespannt auf das, was sie erwartet. Jerusalem ist schon seit Jahrtausenden ein umkämpfter Ort von Königen und Religionsführern, deren Bauten Pilgerziele mit großer Anziehungskraft sind. Die meisten Gruppen beginnen auf dem Ölberg mit der unvergleichlich prachtvollen Aussicht auf die Heilige Stadt. Von dort aus führt der Palmsonntagsweg, auf dem Jesus nach Jerusalem gelangte, vorbei an der Kapelle Dominus Flevit und dem Garten Gethsemane, durch das Kidrontal zum Löwentor in der Altstadtmauer Jerusalems.

Vom Ölberg hat man einen fantastischen Blick auf Jerusalem, besonders den historischen Teil. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Vom Ölberg hat man einen fantastischen Blick auf Jerusalem, besonders den historischen Teil. (© IsraelMagazin/Matthias Hinrichsen)

Viele Gläubige lassen sich von den 14 Stationen der Via Dolorosa bis in die Grabeskirche leiten, freitags gegen 15.00 Uhr ist der Höhepunkt mit einer Prozession der Jerusalemer Franziskaner-Mönche. Zanders werden in den nächsten Tagen sich Zeit nehmen für einen Abstecher zur Geburtskirche nach Bethlehem, aber auch in Jerusalem wollen sie noch ausgiebig die Altstadt erkunden, ein Ausblick vom Turm der Erlöserkirche genießen und natürlich auch die Klagemauer besichtigen.

Besucherinformationen
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Telefon 030-2039970
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