Israel-ABC: Original Jüdisches in Mea Shearim kaufen

23.07.2019 (11:37) von | Kategorie: Israel-ABC
Kippa in Mea Shearim kaufen. (© Matthias Hinrichsen)

Bei Herrn Rabinowiyz in Mea Shearim bekommt man handgefertigte Kippot – mit deutschsprachiger Beratung. (© Matthias Hinrichsen)

JERUSALEM (im) – In ganz Jerusalem werden für Gäste und Touristen aus aller Welt Mitbringsel angeboten. So richtig authentisch und nicht überteuert kauft man am besten dort ein, wo die einheimische Bevölkerung selbst sich versorgt und die Touristen rar sind. Bei vielen ist Mea Shearim als das Viertel der ultraortodoxen Juden bekannt, in dem man sich vorsichtig bewegen sollte was die Kleidung und das Fotografieren anbelangt. So weit ist es richtig. Aber Mea Shearim bietet Authentisches in Sachen Judaika, eine Kippa zum Beispiel und leckere Backwaren, die traditionell hergestellt sind.

Kippa Jerusalem. (© Matthias Hinrichsen)

Der unscheinbare Eingang zum Kippa-Laden des Herrn Rabinowiyz in Mea Shearim. (© Matthias Hinrichsen)

Unser Tipp: Verbinden Sie einen Ausflug nach Mea Shearim mit einem Kurzeinkauf typischer jüdischer Dinge. Bei Herrn Rabinowiyz bekommt man Kippot (Plural von Kippa), Gebetsschals, Utensilien für die Shabbat-Feier in sehr guter Qualität zu seriösen Preise. Die Kippot sind handgefertigt, in schwarz, blau, cremefarben mit vielen verschiedenen Mustern erhältlich. Das ist ein wahres Stück Israel, das sie dort erwerben können. Eine Kippa kostet rund 25 Shekel, je nach Ausführung. Im Gegensatz zu der Massenware in der Altstadt, sind die Waren von Herrn Rabinowiyz echte Qualität zu fairen Preisen. In dem kleinen Laden, in den man über ein paar Stufen abwärts gelangt, gibt es alles, was man für einen jüdischen Anlass benötigt. Der nette Ladeninhaber spricht auch Deutsch, zumindest ein jiddisches Deutsch, aber er versteht sehr gut, auf die Wünsche der Kunden einzugehen und berät zurückhaltend.

Ferster Huete in Jerusalem. (© Matthias Hinrichsen)

Bei Ferster im Stadtteil Mea Shearim gibt es Qualitätshüte. (© Matthias Hinrichsen)

Ein weiterer interessantes Geschäft ist ebenfalls auf der gleichen Straße: Ferster Hats (Ferster Hüte). Dort gibt es handgefertigte jüdische Hüte von 150 Euro aufwärts. Herr Ferster war mal Protagonist in einer äußerst sehenswerten Dokumentation im deutschen Fernsehen, der besonders in den USA durch viel Fleiß erfolgreicher Hutverkäufer wurde, neben Jerusalem versteht sich. Direkt vor Ort, eröffnet sich ein mittelgroßer Hutladen, ebenfalls ein paar Stufen hinunter von der Hauptstraße. Bis zu 300 Euro kostet hier ein handgefertigter Hut aus feinstem Material. Auch hier ist man willkommen und wird als Gast ausführlich beraten. Man fühlt sich wie in einem kleinen, feinen englischen Laden, in dem man höflich beraten wird.

Baeckerei Mea Shearim Jerusalem. (© Matthias Hinrichsen)

Eine der kleinen Bäckereien in Mea Shearim. (© Matthias Hinrichsen)

Und noch eine Empfehlung soll hier noch folgen: Die Backwaren in den kleinen Bäckereien von Mea Shearim sind noch traditionell hergestellt und so eine ehrliche Köstlichkeit. Das lässt sich am besten an der nationalen süßen Backware Rugelach vergleichen. Im Gegensatz zu denen vom Mahane Yehuda Markt, sind diese geschmacklich und äußerlich um Längen besser. In Mea Shearim wird das Bäckerhandwerk noch als solches verstanden und dementsprechend lecker sind sämtliche Backwaren, mal ganz abgesehen von dem niedrigen Preis ohne Markt- oder Touristenaufschlag.

Die Auswahl in den Bäckereien ist sehr gut. (© Matthias Hinrichsen)

Die Auswahl in den Bäckereien ist sehr gut. (© Matthias Hinrichsen)

Auch wenn vieles über die ultraorthodoxen Juden in Mea Shearim berichtet wird, so kann man ganz normal in dem Viertel unterwegs sein, die andere Lebensweise dezent betrachten und den Menschen dort manchmal auch persönlich begegnen. Tipp: Kleidung dezent, Beine und Schultern bedeckt und nicht einer Kamera rumfuchteln.

 

 

Adressen

Rabinowiyz – Jüdische Artikel
Mea Shearim St. 8, Jerusalem

Ferster Hüte
Mea Shearim St. 11, Jerusalem
>>> Website Ferster Hats

Tipp: Die Hausnummern sind nicht verlässlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu finden, daher am besten Google Maps auf dem Smartphone verwenden. Eine israelische SIM-Card kostet wenig Geld und erleichter die Navigation in den Städten erheblich.

Amud Nationalpark, Israel

 

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