Kirche der Seligpreisungen

Die Kirche der Seligpreisungen wurde 1937 aus schwarzem Basalt und weißem Kalkgestein errichtet. (© Matthias Hinrichsen)

Die Kirche der Seligpreisungen wurde 1937 aus schwarzem Basalt und weißem Kalkgestein errichtet. (© Matthias Hinrichsen)

Auf dem Berg der Seligpreisungen im Norden Israels wurde 1937 ein imposanter Kirchbau errichtet. Von dort aus haben Besucher einen fantastischen Ausblick über den See Genezareth, neben der auffallenden Ruhe dieses gepflegten Ortes. Pilger finden in dieser Stille eine wunderbare Voraussetzung, um über die entsprechenden Verse und Abschnitte der Bibel im Neuen Testament nachzusinnen und nachzufühlen. Dieser Besuchergruppe sei jedoch eröffnet, dass es sich nicht um die eigentliche Stätte der Seligpreisungenhandelt, die von Egeria, einer spanischen Pilgerin, im 4. Jahrhundert erwähnt wurde. Diese liegt weiter unten, 60 Meter nordöstlich der Brotvermehrungskirche.

Eine Vielzahl biblischer Figuren verschönern den Vorplatz zur Kirche der Seligpreisungen. (© Matthias Hinrichsen)

Eine Vielzahl biblischer Figuren verschönern den Vorplatz zur Kirche der Seligpreisungen. (© Matthias Hinrichsen)

Kirche der Seligpreisungen – Architektur und Mosaike

Entworfen hat diesen Kirchenbau der italienische Franziskaner-Mönch und Archtitekt Antonio Barluzzi (1884-1960) im Stil der Neorenaissance. Barluzzi gilt als einer der bedeutendsten Architekten für kirchliche Bauten der Neuzeit; er hatte unter anderem auch die Kapelle Dominus Flevit entworfen. Die Kirche der Seligpreisungen ist ein einstöckiger Sakralbau, der von einem achteckigen Zylinder mit Säulen umgeben ist und im Jahre aus schwarzem Basalt und weißem Kalkgestein vollendet wurde. Über dem Haupttrakt erhebt sich die markante Kuppel, die achteckige Form soll an die acht Seligpreisungen erinnern. Die äußeren Fenster gewähren dem Gast einen außergewöhnlichen Panoramablick auf den See Genezareth.

Auf dem Vorplatz der Kirche sind in zahlreichen wunderschönen Bodenmosaiken biblische Figuren des Alten und Neuen Testaments dargestellt, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Weite und Ruhe prägen den Ausblick von dieser Anhöhe. (© Matthias Hinrichsen)

Weite und Ruhe prägen den Ausblick von dieser Anhöhe. (© Matthias Hinrichsen)

Kirche der Seligpreisungen – eine kleine Rundwanderung

Die landschaftliche und historisch wertvolle Gegend lädt zu einer kleinen besinnlichen Wanderung von etwa zwei Stunden ein, zu der Sie keine besondere Ausrüstung erforderlich ist. Lediglich eine Bibel ist empfehlenswert, um die bezugnehmenden Verse in der Bibel nachlesen zu können. Sie starten auf dem Parkplatz der Brotvermehrungskirche, überqueren die Straße und wandern auf der linken Seite der Erhebung zwischen Feldern und Wiesen auf Feldwegen zur Kirche hoch. Zwischendurch können Sie nachspüren, wie sich Menschen damals gefühlt haben. Oben angekommen, genießen Sie einfach den Ausblick und die Schönheit des Ortes und der Gebäude. Danach verlassen Sie das Gelände Richtung Osten und folgen einem Feldweg den Hügel hinab. Noch vor der Straße erreichen Sie einen Gedenkstein, der an die Brotvermehrung erinnert. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz, der Richtung Westen liegt.

Das Hospiz gegenüber der Kirche. (© Matthias Hinrichsen)

Das Hospiz gegenüber der Kirche. (© Matthias Hinrichsen)

Kirche der Seligpreisungen – ergänzende Informationen

Gegenüber der Kirche steht, von mittelmeertypischen Pflanzen und Bäumen umgeben, ein Hospiz. Die gesamte Anlage wird von den franziskanischen Schwestern des Unbefleckten Herzens Mariens verwaltet. Das Grundstück selbst ist im Besitz einer italienschen Gesellschaft (Associazione Nazionale per soccorrere i Missionari Italiani).

Anfang 1999 wurde der Eckstein, der aus dem Grab des Hl. Petrus in Rom stammt, für die nahe gelegene Domus Galilaeae gelegt. Es dient als spirituelles Zentrum für christliche Pilger und Gelehrte.

Besucherinformationen

Kirche der Seligpreisungen

Öffnungszeiten: 8.00-11.45 und 14.30-17.00 Uhr
Eintritt 10 Shekel (2 Euro)
Barrierefreier Zugang am gesamten Ort.

Berg der Seligpreisungen