Zwei israelische Geiseln in Rafah befreit

IDF, Shin Bet und Polizei erzielen Erfolg im Süden Gazas

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Zwei israelische Geiseln in Rafah befreit

Eine der beiden befreiten Geiseln im Krankenhaus

Eine der beiden befreiten israelischen Geiseln Fernando Simon Merman im Krankenhaus (Foto: GPO)

GAZA (im) – Spezialeinheiten der israelischen Armee haben heute morgen gegen 2.00 Uhr Ortszeit zwei Geiseln aus der Gewalt von Hamas-Terroristen befreit. Die Soldaten drangen um 1.49 Uhr in ein Gebäude in Rafah ein, in dem Fernando Simon Merman (60) und Louis Har (70) gefangen gehalten worden waren und befreiten sie unter schwerem Feuer der Terroristen. Die beiden entführten Männer stammen aus dem Kibbutz Nir Yitzhak, das am 7. Oktober von Palästinensern angegriffen wurde. Brigadegeneral Daniel Hagari sagte über die Befreiten: „Sie sind in gutem Zustand. Sie werden derzeit im Krankenhaus Sheba medizinischen Tests unterzogen.“ Auch Premierminister Benjamin Netanjahu hieß die beiden willkommen.

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Hagari erläutert die Befreiung: „Es handelte sich um eine komplexe Operation, die in Rafah auf der Grundlage detaillierter Erkenntnisse der Geheimdienst- und Shin-Bet-Division, der Flugabwehreinheit der Polizei, des Südkommandos, Sheitat 13, durchgeführt wurde.“ Dabei kam es zu heftigen Gefechten, nachdem Israel mehrere Luftangriffe durchgeführt hatte. Verteidigungsminister Yoav Galan sagte, dass die Regierung weiterhin ihrer Verpflichtung nachkommen werde, die Entführten zurückzubringen, in welcher Weise auch immer.

Louis Har mit seiner Familie im Krankenhaus beim Wiedersehen

Louis Har mit seiner Familie im Krankenhaus beim Wiedersehen (Foto: GPO)

Louis Hars Schwiegersohn erzählte gegenüber israelischen Medien, dass Louis seinen Geburtstag in Gefangenschaft verbringen musste. Das Sheba Medical Center, in dem die beiden Befreiten medizinisch betreut werden, äußerte sich zum Gesundheitszustand: „Nach einer ersten medizinischen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Zustand der beiden gut ist und es ihnen jetzt gut geht.“ Die stellvertretende Direktorin des Krankenhauses ergänzte: „Wir befinden uns in einer vorläufigen Beurteilung ihres Zustands und angesichts der langen Gefangenschaft erwarten wir mehr.“

Israels militärisches Vorgehen 

Trotz anhaltender Kritik aus dem Ausland, zeigt die Befreiung dieser beiden Geiseln, dass ein weiteres Vorgehen Israels zur Befreiung der Geiseln und der Widerherstellung der Sicherheit Israels von größter Bedeutung für den jüdischen Staat ist. Die palästinensische Terrororganisation Hamas schützt die eigene Bevölkerung in keinster Weise, sondern nutzt sie als menschliche Schutzschilde und hetzt die westlichen Nationen gegen Israels auf, mit dem Ziel, das Fortbestehen der Hamas zu ermöglichen – mit indirekter Unterstützung der Terrororganisation, auch durch Deutschland. Die vehementen Mahnungen gegen Israel, beim Vorrücken vorsichtig vorzugehen, spielt nur der Hamas in die Karten, weil sie dann genügend Zeit hat, sich zu organisieren und die Geiseln weiter zu verschleppen.

Ein Drittel der Gaza-Bevölkerung ist pro Hamas 

Es ist gut, dass Israel dieses Mal nicht dem internationalen Druck nachgibt, sondern sich vollends auf die Vernichtung der terroristischen Hamas und der Befreiung der Geiseln konzentriert. Israel hatte sich schon einmal dem internationalen Druck gebeugt und sich komplett aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen. Dieses war im Jahr 2005, Grundlage war der sogenannte Scharon-Plan. Das Ergebnis – und da haben die Druck ausübenden Staaten keine Kenntnis genommen oder dagegen votiert – waren jahrelange Terror- und Raketenangriffe auf Israel. Dennoch halten sich fast alle westlichen Ländern auf der palästinensischen Seite als Opferseite, Israel als die Angreifer. Ein palästinensischer Journalist, der im Gaza-Streifen lebt, sagte am 12. Februar gegenüber dem Fernsehsender Arte, dass ein Drittel der Gaza-Bevölkerung mit der Hamas sympathisieren oder sogar Mitglieder seinen.

Deutschlands indirekte Solidarität mit der Hamas 

Deutschland beteuert stets die uneingeschränkte Solidarität zu Israel, doch Außenministerin Baerbock hat den jüdischen Staat immer wieder ermahnt, auf die palästinensische Bevölkerung Rücksicht zu nehmen ohne die Sicherheitsinteressen und entsprechende Maßnahmen Israels zu respektieren. Zuletzt bezeichnete sie die mögliche Rafah-Offensive als „humanitäre Katastrophe mit Ansage“. Auch hier keine Äußerungen zum auslösenden Massaker der Hamas und seiner Sympathisanten. Westliche Politiker trennen zwar gerne zwischen Hamas und der (leidenden) palästinensischen Bevölkerung, aber Tatsache ist, dass Hunderttausende der Bewohner Teil der Hamas sind oder mit ihnen  sympathisieren, basieren auf dem Hass gegen Juden und den Staat Israel.  Die Videos und Bilder von leidenden Menschen in Gaza sind Teil der islamistischen Propaganda, was die wenigsten deutschen Politiker*innen sehen oder wahrnehmen möchten, sondern viel eher Millionen Euro an palästinensische Organisationen überweisen um ihr Gewissen zu beruhigen. Damit wird nicht nur die Hamas unterstützt, sondern auch Schulbücher mit Israel-feindlichen Inhalten produziert und so die nächste Generation von radikalen Israel-Feinden herangezogen, die schon mit Plastikgewehren wie von Sinnen die Ermordung von Juden spielen.

Kuhhandel mit der Hamas statt Forderungen

So leidet Israel und deren Bevölkerung still vor sich hin, aber das kennen sie bereits aus Verfolgungen seit mehreren Jahrtausenden. Nicht zuletzt durch das Hitler-Regime und das nationalsozialistische Deutschland hat das jüdische Volk viel Leid über sich ergehen lassen müssen. Einen tief aus dem Herzen und wahrhaftigen Schulterschluss zwischen Deutschland und Israel wird es wohl nie geben – die Lippenbekenntnisse und die reale Politik der aktuellen deutschen Regierung sind beleidigend und Israel verhöhnend. Oppositionsführer Merz, der am 12. Februar den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu traf, zeigt sich da schon pragmatischer und Israel-orientierter. Er verteidigt das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen und sehe es als erwiesen, dass Israel die Zivilbevölkerung schütze wo es möglich ist. Vielmehr forderte er, dass die Hamas ihren Beitrag zum Schutz der Zivilbevölkerung leisten müsse, was sie in keinster Weise mache. Die deutsche Außenministerin hatte nur kurz nach dem Massaker der Hamas die Freilassung gefordert, danach setze sie sich für die Freilassung der Geiseln ein, in welcher Form und vor allem mit welcher Wirkung ist nicht überliefert. Medien zufolge spiele Deutschland bei den Verhandlungen keine Rolle.

Deutsche Staaträson?

Die deutsche Außenministerin ermahnt Israel ohne Unterlass, Menschenrechte einzuhalten, und das besonders nachdrücklich über die Medien, das andauernde barbarische Handeln der Hamas erwähnt sie nicht mehr. Sie sollte ihre Kraft darauf verwenden, die Hamas zu ermahnen, alle restlichen israelischen Geiseln freizulassen und alle Waffen niederzulegen! Denn genau das ist die Ursache für Israels Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus in Gaza, im Westjordanland und überall dort, wo militante Palästinenser aktiv sind und eine Gefahr für Israel. Sie mischt sich in die israelische Innenpolitik ein, als habe sie nichts aus der Geschichte verstanden. Der Tagesspiegel analysiert Baerbock in einem „Zwischenruf“. Die vielfach bezeugte „Israels Sicherheit ist deutsche Staaträson“ ist zur Plattitüde verkommen, einerseits durch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aber vor allem durch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Die Grünen).

Hamas gibt Medikamente nicht an die Geiseln

Medikamente für Geiseln wurden von der Hamas nicht an die betreffenden Menschen weitergeleitet worden, so die Jerusalem Post am 16. Februar 2024. Israel hat Familien von Gaza-Geiseln am Freitag darüber informiert, dass die IDF im Nasser-Krankenhaus in der Stadt Khan Yunis im Süden Gazas Kisten mit Medikamenten gefunden hat, die für ihre Angehörigen in Hamas-Gefangenschaft bestimmt waren , bestätigte die IDF nach einem Bericht von Channel 13. Israelische Streitkräfte starteten am Donnerstag eine gezielte Operation innerhalb des Krankenhauses mit dem Ziel, Hamas-Terroristen festzunehmen und die Leichen von Geiseln zu bergen.

Große Verluste unter den Geiseln laut Hamas

„Die Verluste unter (israelischen Geiseln) sind groß geworden, während andere Geiseln unter äußerst schwierigen Bedingungen leben“, sagte Abu Obeida, Sprecher des bewaffneten Flügels der Hamas, in einer Audiobotschaft. Israels Chef-Militärsprecher, Konteradmiral Daniel Hagari, sagte am Dienstag, dass 31 der verbleibenden von der Hamas in Gaza festgehaltenen Geiseln tot seien.

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