Das jüdische Neujahrsfest Rosch HaSchana feiern

04.09.2013 (16:34) von | Kategorie: Allgemein
Apfelschnitten und Honig symbolisieren bei Rosch Haschana-Feiern Süße für das kommende Jahr. (© Robert Couse-Baker/flickr CC BY 3.0)

Apfelschnitten und Honig symbolisieren an Rosch Haschana Süße für das kommende Jahr. (© Robert Couse-Baker/flickr CC BY 3.0)

HANNOVER/BERLIN (im) – Das jüdische Neujahrsfest Rosch HaSchana feiern alle jüdischen Familien und Gemeinden. Begonnen wird am Abend des 13. September, in den Gemeinden finden dann Gottesdienste statt, die rund eine halbe Stunde andauern. Im Anschluss wartet – von fleißigen Küchenkräften zubereitet – ein Rosch Haschana Abendessen mit allerlei Köstlichkeiten der jüdischen Küche, von salzigen bis zu süßen Speisen, aber alles fleischlos und garantiert koscher.

Rosch HaSchana kann auf Deutsch mit Kopf des Jahres übersetzt werden, also der Jahresanfang. “Der Jahrestag der Schöpfung von Adam und Eva, der Geburtstag der Menschheit, der die spezielle Beziehung zwischen G-tt und der Menschheit hervorhebt”, so beschreiben die chassidischen Juden von Chabad Lubawitsch die Bedeutung des Tages. Rosch HaSchana-Feiern sind der Beginn der sogenannten “Hohen Feiertage”, die bis zum 27. September andauern. Dieser erste Monat im jüdischen Kalender heißt Tischri, in dem “jede Nuance des jüdischen Lebens” zum Ausdruck komme: ernste Tage, Fasttage und freudige Tage.

Rosch HaSchana feiern – zwei freudige Tage

Rosch HaSchana feiern, sind zwei freudige Tage, die nicht biblischen Ursprungs sind. Dennoch wird in der Synagoge der Gebetsraum für den Neujahrsgottesdienst feierlich ausgestaltet, die Farbe Weiß herrscht vor, der Vorhang des Torahschrankes, die Decke auf dem Vorbeterpult und die Kleidung des Vorbeters weiß. Mit diesen Feiertagen soll an die sittliche Forderung und Verpflichtung des Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel erinnert werden.

Die Gläubigen sollen sich vom Bösen abwenden und Gutes tun. An diesem Tag muss er Rechenschaft für sein Handeln des vergangenen Jahres vor Gott ablegen. Während des Morgengottesdienstes wird mehrfach das Schofar (Widderhorn) geblasen, als hörbare Erinnerung an das redliche Handeln im Leben. Daher wird dieser Tag auch „Tag der Erinnerung“ oder „Tag des Posaunenschalls“ genannt.

Rosch HaSchana feiern – gutes Essen genießen

In vielen jüdischen Gemeinden in Deutschland finden zu Rosch HaSchana entsprechende Gottesdienste mit anschließendem Buffet statt. Vor allen anderen Köstlichkeiten und Rotwein werden Apfelschnitten in Honig getaucht und sollen für ein süßes neues Jahr symbolisch verzehrt werden. Erkundigen Sie sich einfach einmal in einer jüdischen Gemeinde in Ihrer Nähe, ob Sie mitfeiern können – Gäste sind immer gerne willkommen, um das neue Jahr willkommen zu heißen.

>>> Jüdische Gemeinden in Deutschland

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