Israel will 2017 eigenes Fahrzeug auf dem Mond landen
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Israel will 2017 eigenes Fahrzeug auf dem Mond landen

Das Raumfahrzeug der israelischen Forschungsgruppe "SpaceIL" soll in zwei Jahren auf dem Mond landen. (© SpaceIL)

Das Raumfahrzeug der israelischen Forschungsgruppe „SpaceIL“ soll in zwei Jahren auf dem Mond landen. (© SpaceIL)

JERUSALEM (im) – Bereits in zwei Jahren will ein israelisches Forscherteam ein selbst entwickeltes unbemanntes Fahrzeug auf dem Mond landen. Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs „Google Lunar XPrize“ konnte das teilnehmende israelische Team „SpaceIL“ als erstes von insgesamt 16 Forschungsgruppen für ihr selbst entwickeltes Raumfahrzeug einen Flug zum Mond organisieren. Im Amtssitz des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin präsentierten die Forscher jetzt ihre Entwicklung und zeigten auch ein Modell ihres Raumfahrzeuges. Der „Google Lunar XPrize“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20 Millionen US-Dollar dotiert. „SpaceIL“ hat unlängst einen Vertrag mit dem amerikanischen Raumfahrtunternehmen „Spaceflight Industries“ abgeschlossen, das das israelische Raumfahrzeug auf den Mond befördern soll.

Bis zum 31. September 2017 haben Nichtregierungsorganisationen Zeit, ein eigenes Fahrzeug auf den Mond zu bekommen. Das Team, das das als erstes umsetzt, darf sich über das Preisgeld freuen. Und natürlich auch über den Ruhm. Vorher muss das Fahrzeug auf der Oberfläche des Erdtrabanten allerdings noch 500 Meter zurücklegen und hochauflösende Fotos und auch Videos zurück zur Erde schicken. Wichtige Voraussetzungen für den Gewinn des Wettbewerbes. „SpaceIL“ wurde bereits Ende 2010 von drei israelischen Wissenschaftlern Yariv Bash, Kfir Damari und Yonatan Weintroub gegründet. Diese beschreiben ihr Mondvehikel als „klein und intelligent“.

Das Fahrzeug wird vom israelischen Team selbst als "klein und intelligent" charakterisiert. (© SpaceIL)

Das Fahrzeug wird vom israelischen Team selbst als „klein und intelligent“ charakterisiert. (© SpaceIL)

Zum Mond befördert werden soll das Fahrzeug mit einem „SpaceX Falcon 9“-System, einer zweistufigen Rakete. In der Mondumlaufbahn soll das Raumfahrzeug dann entlassen werden und via ausgeklügelter Navigation und Steuerungstechnik auf die Mondoberfläche manövriert werden. Diese schwierige Aufgabe wird von Ingenieuren und Wissenschaftlern und einer Bodenstation aus ferngesteuert. Bisher ist ein solches Manöver nur Wissenschaftlern dreier Länder gelungen: Den US-Amerikanern, den Sowjets und den Chinesen. Israel könnte Geschichte schreiben.

Sollte es „SpaceIL“ gelingen, alle Voraussetzungen für den Gewinn des „Google Lunar XPrize“ zu erfüllen, dann soll das Preisgeld weiteren Forschungsprojekten in Israel zugutekommen. Für den Zweitplatzierten gibt es immerhin noch ein Preisgeld von fünf Millionen US-Dollar. Maßgeblich unterstützt werden die israelischen Weltraumpioniere von der Dr. Miriam und Sheldon G. Adelson Familienstiftung und der Morris Kahn’s Kahn Stiftung.

>>> http://www.spaceil.com/

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