Familienrezept für Hamantaschen zum Purim-Fest

13.03.2014 (10:01) von | Kategorie: Allgemein
Für Kinder immer etwas Besonders: In der Küche beim Backen zu helfen wie hier bei Hamantaschen. (© mykaul/flickr CC BY-ND 2.0)

Für Kinder immer etwas Besonders: In der Küche beim Backen zu helfen wie hier bei Hamantaschen. (© mykaul/flickr CC BY-ND 2.0)

HANNOVER (im) – Der Bösewicht Haman wollte das jüdische Volk in der persischen Diaspora vernichten, Königin Ester hat es mit G’ttes Hilfe verhindert. So etwas muss natürlich auf ewig gefeiert werden! Womit? Mit Süßem, weil es dem Leben die Süße gibt. Und Haman? Der wurde hingerichtet und Überlieferungen zufolge wurden ihm dabei die Ohren abgeschnitten. Im Jüdischen heißt das Gebäck deshalb Oznei Haman (hebr. אוזני המן), die Ohren des Haman. Recht so! Der Feind ist vernichtet, das Leben wird wieder schön, mit Füllungen aus Mohn oder Pflaumenmus.

Die Geschichte ist so lange her, dass sich im Laufe der Jahre einige Varianten bezüglich des Ursprungs der Hamantaschen herausgebildet haben. Die Form ist dreieckig, weltweit, was weniger an Ohren als an einen Hut erinnert, den Haman getragen haben soll. Eine weitere Variante: Es handele sich um eine Abwandlung des jiddischen Begriffs mohntashn, der dann – auf Purim übertragen – zu Hamantaschen wurde. Aber nun soll uns die philosophische Betrachtung und Ergründung nicht länger in Anspruch nehmen, es wird Zeit, diese Leckereien zuzubereiten!

Judith Landshut aus Hamburg war so freundlich, zwei Familienrezepte zur Verfügung zu stellen, die sich schon seit Jahrzehnten bewähren.

Humentasch – Hamantaschen (zu Purim)
Teig-Rezept 1: 250 g Mehl, 150 g Margarine, 5g Hefe, 2 Eier, 100 g Zucker, abgeriebene Schale von ½ ungespritzten Zitrone.

Füllung: 4 Esslöffel Pflaumenmus oder 100 g Mohn und 100 g Walnüsse, jeweils 100 g Zucker, ein wenig Zitronensaft aus frischen Zitrone gepresst, eventuell Rosinen

Die Hefe in etwas lauwarmem Wasser auflösen. Mit Mehl, Zucker, den Eiern, Margarine und der abgeriebenen Zitronenschale gut durchkneten und an einem warmen Ort 20-25 Minuten gehen lassen. Den aufgegangenen Teig ausrollen und mit einem Glas oder kleinen Gefäß ca. 8-10 cm Kreise ausstechen, mit Pflaumenmus bestreichen, ein Teelöffel voll Mohn- oder Walnuss-Füllung darauf. Die Teig-Stücke zu Dreiecken halb übereinander schlagen und die Ränder zusammendrücken. Goldgelb bei 180 ° Celsius etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Mohn-Füllung: Mohn und Nüsse mahlen. Mohn und Walnüsse in separaten kleinen Töpfen mit ein wenig Wasser
und Zucker aufwärmen und etwas köcheln lassen, sodass nichts anbrennen kann. Beide Massen mit Zitronensaft abschmecken, eventuell Rosinen zufügen, falls erwünscht.

Teig-Rezept 2: 300 g Mehl, 200 g Margarine, 100 g Zucker
Der Teig wird geknetet und in den Kühlschrank gestellt. Nach 30 Minuten wird der Teig ausgerollt, zu Dreiecken geformt und wie oben mit Mohn, Nüssen oder Pflaumenmus bestrichen.

Also dann. Guten Appetit und viel Erfolg bei den Vorbereitungen!

2 Kommentare zum Beitrag “Familienrezept für Hamantaschen zum Purim-Fest”
  1. Anselma sagt:

    Besteht die Mohn-Füllung aus Mohn und Nuss zusammen?

  2. Gabrielle Malik sagt:

    Bei uns in der Schweiz sagt man ihnen Ziegerchrapfen.

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