Korazim

Der Besuch dieser Ausgrabungsstätte macht besonders viel Freude, weil die Restauratoren und Archäologen mit besonderer Sorgfalt gearbeitet haben, die sich im Detail bemerkbar macht. (© Matthias Hinrichsen)

Der Besuch dieser Ausgrabungsstätte bereitet viel Freude, weil die Archäologen mit besonderer Sorgfalt gearbeitet haben, die sich im Detail bemerkbar macht. (© Matthias Hinrichsen)

Korazim in der Nähe des Sees Genezareth.

Die Stadt Korazim wird erstmalig in Quellen über die Zeit des Zweiten Tempels erwähnt. Dort wird darauf verwiesen, dass die Einwohner einen sehr feinen Weizen anbauten. Der Ort erblühte gegen Ende der Talmud-Zeit. Im Neuen Testament wird Korazim als eine von drei Städten erwähnt, neben Bethsaida und Kapernaum, die von Jesus verflucht wurden, weil die Bewohner seinen Lehren keine Beachtung schenkten (nach Matthäus 11:20).

Korazim – außergewöhnliche Synagoge

Die schöne Synagoge von Korazim, die am Ende des 4. Jahrhunderts oder zu Beginn des 5. Jahrhunderts erbaut wurde, ist aus Basaltgestein errichtet, dem in der Region am häufigsten vorkommenden Gestein. Für die Synagoge wurden die Felsblöcke in geometrische Formen gehauen und mit Pflanzen- und Tiermustern verziert. Viele Besucher nutzen die Synagoge heutzutage für Bar Mitzvah-Feiern und Hochzeiten.

Ehrensitz aus Basalt. (© Matthias Hinrichsen)

Ehrensitz aus Basalt. (© Matthias Hinrichsen)

Ebenso wurde ein Sitz, in Basalt gehauen, gefunden, der für Mitglieder der Gemeinschaft mit der höchsten Ehre vorbehalten war. Er wird in alten Quellen als der Sitz Moses bezeichnet und enthält eine aramäische Inschrift. Das alte Ritualbad in der Nähe der Synagoge wurde rekonstruiert, ebenso zwei große Wohnhäuser und eine Olivenpresse.

Korazim – Beduinengrab

Neben diesen Ausgrabungen existiert auch noch ein Beduinengrab, das einem Scheich als letzte Ruhestätte diente.

Israel Nature and Park AuthorityBesucherhinweise

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Geeignet für: Fußgänger, Rollstuhlfahrer (eingeschränkt)
  • Aufenthaltsdauer: 1 Stunde
  • Beste Besuchszeit: ganzjährig
  • Besonders sehenswert: Basalt-Skulpturen
  • Ausstattung und Attraktionen: Picknick-Tische, Ausblick auf den See Genezareth, große Christusdorn eine sehr alte Berg-Tabor-Eiche
  • Öffnungszeiten: April-September 8.00-17.00 Uhr; Oktober-März 8.00-16.00 Uhr; freitags und feiertags 8.00-15.00 Uhr; letzter Einlass eine Stunde vor Schließung
  • Telefon: 04-693-4982
  • Eintritt: Erwachsene NIS 20/Kinder NIS 9, Gruppen ab 30 Personen NIS 17/8; Senioren 50% Ermäßigung
  • Anreise: Das Areal liegt an der Straße 8277, zwischen der Kreuzung nach Korazim und Almagor, 10 Minuten östlich von der Ami’ad-Kreuzung.

Die Angaben basieren auf Informationen der Israel Nature and Parks Authority / 2010 / Änderungen sind möglich.

Schreibweisen: Korazim, Koratzim, Chorazin

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