Photohouse Pri-Or

Der Verkaufsraum des Photohouse Pri-Or ist gleichzeitig auch ein kleines Museum. (© Matthias Hinrichsen)

Der Verkaufsraum des Photohouse Pri-Or ist gleichzeitig auch ein kleines Museum. (© Matthias Hinrichsen)

Eine der größten und bekanntesten Fotografen Israels war Rudi Weissenstein. Er war unter anderen offizieller Fotograf des Staates Israel, bannte Szenen Israels von Ende der 1920er- bis Mitte der 1960er-Jahre auf Zelluloid und hinterließ eine Sammlung von rund einer Millionen Negativen und 250.000 Kontaktabzüge, die Weissenstein in Ordnern systematisch abgelegt hat.

Photohouse Pri-Or – Enkel Ben Peter

Heute verwaltet Ben Peter, der Enkel des Fotografen, dieses umfangreiche Archiv. Im Laden, der zwischenzeitlich in einer Seitenstraße unweit des ursprünglichen Gebäudes untergebracht ist, können Besucher ohne Kauf- oder Zeitzwang die alten Fotos in den Ordnern ansehen. In einem Katalog sind die besten Aufnahmen abgedruckt und können als Postkarten oder Fotoabzüge gekauft werden. Das Interieur ist original aus dem alten Verkaufsgeschäft, teilweise aus dem Fotostudio von Rudi Weissenstein.

Passanten in Tel Aviv hören am 1. September 1939 die Nachricht vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. (Foto: Rudi Weissenstein © Photohouse Pri-Or)

Passanten in Tel Aviv hören am 1. September 1939 die Nachricht vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. (Foto: Rudi Weissenstein © Photohouse Pri-Or)

Photohouse Pri-Or – Historie

In Israel war er weniger unter seinem Namen als vielmehr unter „Photohouse Pri-Or“ bekannt. Sein voller Name war Shimon Rudolph Weissenstein, geboren am 17. Februar 1910 in Iglau, gestorben am 20. Oktober 1992 in Tel Aviv. Seiner Frau Miriam übertrug er vor in den 1940er Jahren die Geschäftsführung für den Laden in der Allenby Straße 30, die ihn bis zu ihrem Tod 2011 mit großem Engagement weiterführte.

Ben Peter vor den Fotos seines Großvaters im Photohouse Pri-Or. (2012 © Matthias Hinrichsen)

Ben Peter vor den Fotos seines Großvaters im Photohouse Pri-Or. (2012 © Matthias Hinrichsen)

In der Dokumentation „Life in Stills“, die am 16. August 2012 in einigen deutschen Kinos lief, wird das Leben von Miriam Weissenstein gezeigt. Sie hatte in den letzten Jahren eine sehr vertraute Beziehung zu ihrem Enkel Ben. Kurz nach den Aufnahmen verstarb sie.

Besucherinformationen

Photohouse Pri-Or

5 Tshernichovsky St, Tel Aviv
Öffnungszeiten: Sonntag-Donnerstag 10.00-18.00 Uhr, Freitag 10.00-13.00 Uhr, Samstag geschlossen
>>> Website Photohouse Pri-Or