Abu Shukri (Jerusalem) – Anti-Empfehlung!

Zwischen all den anderen bunten Läden kann man das Abu Shukri schon mal übersehen. (© Matthias Hinrichsen)

Zwischen all den anderen bunten Läden kann man das Abu Shukri schon mal übersehen. (© Matthias Hinrichsen)

Achtung:

Empfehlung 2016 zurückgezogen wegen stark überzogener Preise!

Auf der Suche nach gutem Hummus in Jerusalem, kommt man am Restaurant Abu Shukri nicht vorbei. Nach altem Familienrezept hergestellt, gilt er als der beste der Stadt. Wenn man sich im Gassengewirr von Jerusalems Altstadt noch nicht so gut auskennt, dann übersieht man das urtümliche Abu Shukri schon mal. Kein Wunder, besteht die äußere Fassade des Restaurants aus zwei in die Tage gekommenen Schildern und unscheinbaren Eingängen. Und doch kann sich das Abu Shukri über Gästemangel nicht beklagen. Hummus ist in ganz Israel ein gefragtes Grundnahrungsmittel.

Abu Shukri – guter Hummus

Zwar tobt in Jerusalem traditionell seit Jahr und Tag ein heftig geführter Kampf um die Frage, wer in der Heiligen Stadt denn nun tatsächlich das beste Hummus macht. Der Name Abu Shukri fällt bei solchen Diskussionen jedes Mal. Und das wissen auch gut informierte Jerusalem-Besucher aus der ganzen Welt, die gezielt in die Altstadt kommen, um „Jerusalems besten Hummus“ zu verköstigen. Doch inzwischen können viele andere Araber ebenso guten Hummus herstellen.

Eine reichhaltige Portion wird bei Abu Shukri serviert, und das für nur 20 Shekel - rund 4 Euro.  (© Bastian Glumm)

Eine reichhaltige Portion wird bei Abu Shukri serviert, und das für nur 20 Shekel – rund 4 Euro. (© Bastian Glumm)

Abu Shukri – ganze Palette des Orients

So unscheinbar die Fassade des legendären Abu Shukri, so unspektakulär ist auch die Inneneinrichtung. Das schnörkellose Interieur verspricht zunächst keinen Gaumenschmaus. Die obligatorische Live-Übertragung aus Mekka läuft eigentlich Non-Stop auf dem Restaurant-Fernseher. Entsprechend kann auch die Akustik im überschaubaren Abu Shukri sein. Einmal Platz genommen, dauert es nur einen Augenblick, bis die auch Englisch sprechende Bedienung nach der Bestellung fragt. Möchte man Hummus in seiner reinsten Form, dann bekommt man ihn auch klassisch mit frischem orientalischen Gemüse und Pita-Brot, dazu selbstverständlich auch immer Falafel. Alkoholfreie Getränke gibt es in Dosen und mit Strohhalmen. Die Bedienung ist zügig und meist freundlich. Ein Blick in die Karte verrät, dass man neben (oder mit) Hummus auch klassisch orientalische Spezialitäten bestellen darf. Dazu gehört ein köstliches Shawarma, Hühnchen-Schnitzel, Hummus mit Fleisch, Pinienkerne oder Tahina (Sesampaste) als Beilage.

Abu Shukri – seit 65 Jahren

Seit mehr als 65 Jahren ist das familiengeführte Restaurant am Platz in Jerusalems Altstadt. In dritter Generation führt heute Fadi Taha die stark frequentierte Gaststätte, die in der Altstadt zentral und gut gelegen ist. Kommt man vom Damaskustor nach Süden, findet man das Restaurant wenige Meter nach dem Österreichischen Hospiz unmittelbar gegenüber der „Station V“ der Via Dolorosa. Ein guter Hummus (gesprochen Chommos – mit schweizer CH) besteht aus pürierten Kichererbsen, Sesam, Gewürzen und Kräutern sowie frisch gepresstem Zitronensaft und ist gleichermaßen bei Israelis wie bei Arabern beliebt. Übrigens: Auch in Abu Gosh gibt es ein Abu Shukri Restaurant. Die Besitzer sind aber weder verwandt noch verschwägert. In Jerusalem ist das Original und dementsprechend hervorragend gut schmeckt es auch dort. (bgl(mh)

Besucherinformationen

Abu Shukri Restaurant

63 Al-Wad Street, Jerusalem
Altstadt an der Kreuzung zur Via Dolorosa
täglich 8.00-17.00 Uhr
Hummus-Gericht ab 20 Schekel (4 Euro) = Preis aus 2014
2016: wenig Hummus (viel weniger als 2014) verteilt auf einen kleinen Teller, dazu drei Falafelbällchen, unfreundliches Personal, Preis 30 Shekel (7 Euro!), das ist eindeutig zu viel und Touristennepp
Empfehlung Falafel Pita zum Mitnehmen für nur 7 Shekel, 300 Meter Richtung Damaskustor an der Abzweigung zum Shuk.

Karte: © Google Maps