Totes Meer (Dead Sea)

Totes Meer: tiefster Punkt der Erdoberfläche. (© Matthias Hinrichsen)

Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. (© Matthias Hinrichsen)

Der Höhepunkt im Erleben des Toten Meeres ist ein Bad im stark salzhaltigen Wasser, auf dem alles schwimmt wie ein Korken. Doch Sie können, wenn Sie schon mal dort sind, auch gleich die historisch wertvollen Orte Masada und Qumran besuchen sowie einen Ausflug in den Wadi David der Oase En Gedi unternehmen. Sie erreichen den Ort sehr gut mit dem Mietwagen, aber auch dem öffentlichen Bus (Egged) von Jerusalem aus recht ordentlich – wenn Sie nicht gerade mit einer Reisegruppe unterwegs sind.

Schweben im Wasser ist tatsächlich möglich. (© Matthias Hinrichsen)

Schweben im Wasser ist tatsächlich möglich. (© Matthias Hinrichsen)

Totes Meer – Das Wasser

Nirgendwo auf der Welt können Sie – bei so schöner Umgebung – das Gefühl erleben, so sicher vom Wasser getragen zu werden. Der Salzgehalt liegt zwischen 28 und 33 Prozent, entspricht also dem einer Sole. Darum sollte der Badende nicht länger als 30 Minuten pro Tag im Wasser verweilen. Die Bezeichnung Schwimmen wäre unangebracht, weil ein normales Schwimmen im üblichen Sinn nicht möglich ist. Vielmehr bewegt man sich durch dickflüssiges Wasser, das sich zwischen den Fingern ölig anfühlt. Untergehen ist ausgeschlossen, denn der Körper treibt bei diesem enormen Salzgehalt von selbst nach oben. Und das geschieht schon beim Hineingehen. Ab einer bestimmten Tiefe, verliert man durch Auftrieb den Boden unter den Füßen und fällt seicht ins Wasser, um dann als menschlicher Korken durchs Wasser zu paddeln.

An manchen Badestellen finden sich auf dem Boden Hühnerei große Salzkristallkugeln, die als kostenloses Souvenir Einmaligkeit besitzen. Nutzen Sie die eingerichteten Badestrände, um sich nach dem Bad abduschen zu können.

Der Schlamm vom Toten Meer ist gut für die Haut. (© Matthias Hinrichsen)

Der Schlamm vom Toten Meer ist gut für die Haut. (© Matthias Hinrichsen)

Totes Meer – Gesundheit

Lebensgefährlich ist das Baden nur dann, wenn Sie große Mengen an Salzwasser verschluckt haben. Das führt nicht selten zu einem Versagen mehrere Organe, in erster Linie der Lunge. Suchen Sie daher nach solch einem Fall sofort einen Arzt auf, auch wenn Sie körperlich unversehrt scheinen!

Bis auf diese Gefahr, besitzt das Tote Meer eine vielfach heilende Wirkung. Die mineralhaltige Dunstglocke über dem See, der schwarze Schlamm und das Wasser wirken heilend auf Gelenke und die Haut. Zudem gibt es einen fünf Prozent höheren Sauerstoffgehalt. Trinkwasser hingegen sollten Sie regelmäßig und in ausreichender Menge zu sich nehmen (mindestens vier Liter pro Tag). Zahlreiche Hotels mit Gesundheitsangeboten zeugen von einem boomenden Wirtschaftszweig. Auch Patienten aus Deutschland kommen an das Tote Meer, Ein Bokek ist der bekannteste Ort. Vor Ort und in Deutschland gibt es Totes Meer-Produkte zu kaufen, unter anderem Totes Meer-Salz, Totes Meer-Schlamm und Totes Meer-Peeling.

Totes Meer - das bedeutet eine sehr dicke Salzschicht auf dem Boden. (© Matthias Hinrichsen)

Totes Meer – das bedeutet eine sehr dicke Salzschicht auf dem Boden. (© Matthias Hinrichsen)

Totes Meer – Temperaturen

Die Tageshöchstwerte können im Hochsommer schon mal mehr als 40 Grad erreichen. Doch die trockene Luft macht einen Aufenthalt sehr gut möglich. Die mineralhaltige Luft ist darüber hinaus ein positiver Gesundheitsaspekt. Sie müssen lediglich viel Wasser trinken, aber bei dieser Hitze dürfte es auch kein großes Problem darstellen.

Totes Meer – Wissen

Seinen Namen hat es durch den hohen, lebensfeindlichen Salzgehalt, vermutlich durch Hieronymus im 4. Jahrhundert (früher Salzmeer). Doch biologisch gesehen ist das Tote Meer nicht abgestorben, es existieren verschiedene Mikroorganismen, also Bakterien, und manche Pflanzen mit großer Salztoleranz, so genannten Halophyten. Dazu kommen noch Pflanzen und Fische, die sich im Zuflussbereich von Süßwasser aufhalten.

Gespeist wird das Tote Meer hauptsächlich durch den Jordan. Die Zuflussmenge entspricht normalerweise der Verdunstungsmenge; so gibt es auch keinen Abfluss. In den letzten zehn Jahren sank der Wasserspiegel jedoch um rund 12 Meter – eine Folge der stark erhöhten Wasserentnahme entlang des Jordan für landwirtschaftliche und Trinkwasserversorgung.

Das Tote Meer, fotografiert von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. (© NASA)

Das Tote Meer, fotografiert von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. (© NASA)

Die Salzkonzentration, die den üblichen Salzgehalt eines Meeres um das Neunfache übersteigt, ergibt sich aus der Wasserverdunstung über Jahrtausende hinweg. Wasser selbst, auch Süßwasser, verfügt über einen gewissen Salz- und Mineralgehalt, der sich bei Verdunstung dementsprechend erhöht.

Die Gesamtfläche des nördlichen Beckens beträgt 810 km², die Länge 67 km, die Breite 18 km. Die maximale Tiefe beträgt 380 Meter, der Seeboden befindet sich 800 Meter unter dem Meer. Dort haben Wissenschaftler im Jahr 2010 Bohrungen durchgeführt, um neue Erkenntnisse über die Vorzeit dieser Region zu erhalten.

Totes Meer – Rohstoffgewinnung

Im südlichen Teil des Toten Meeres werden Salz und Mineralien zur industriellen Weiterverarbeitung im großen Stil gewonnen. Über mehrere Quadratkilometer wird Salz abgebaut, indem das Wasser in Parzellen verdunstet und dann maschinell abgebaut und weiterverarbeitet wird. Für den Autobauer Volkswagen, waren die Mengen so lukrativ, dass sie sich am Magnesiumabbau beteiligten.

 

Totes Meer

 

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