Tel Dan Naturreservat

Ein riesiger Pistazienbaum im Tel Dan Naturreservat. (© Matthias Hinrichsen)

Ein riesiger Pistazienbaum im Tel Dan Naturreservat. (© Matthias Hinrichsen)

Das Naturreservat Tel Dan ist – neben seiner historischen Bedeutung – ein kleines „Natur-Wunderland“: Kleine Bachläufe sammeln sich von überall her zu einem kleinen Wildbach und riesige Bäume spenden erfrischenden Schatten, selbst an heißesten Sommertagen.

Die Wege im Tel Dan sind gut ausgebaut, für Rollstuhlfahrer nur bedingt geeignet. (© Matthias Hinrichsen)

Die Wege im Tel Dan sind gut ausgebaut, für Rollstuhlfahrer nur bedingt geeignet. (© Matthias Hinrichsen)

Der Dan ist der größte und wichtigste Zufluss des Jordan. Er wird gespeist von Regen und Schnee, die durch den Felsen des Berges Hermon sickern. Und so entspringen an seinem Fuß Hunderte von Quellen. Diese wiederum münden in die reichste Quelle des Mittleren Ostens, die Karstquelle, die jährlich 240 Millionen Kubikmetern Wasser liefert.

Tosend stürzen die Wassermassen des Dan Richtung Jordan. (© Matthias Hinrichsen)

Tosend stürzen die Wassermassen des Dan Richtung Jordan. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Dan – Kleiner Naturpark mit großer Erfrischung

Auf der 0,5 Quadratkilometer kleinen Fläche gibt es drei verschiedene Wege, wovon einer teilweise mit dem Rollstuhl benutzt werden kann. Diese führen vorbei an kleinen Bachläufen, dem schnell anwachsenden Dan und durch ein schattiges Baumgeflecht, hauptsächlich bestehend aus Lorbeer, Italienischem Kreuzdorn und Syrische Esche. Die Esche kann eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen, dank der guten klimatischen Bedingungen.

Der Pool bietet Kindern und Erwachsenen eine wohltuende Erfrischung an heißen Tagen. (© Matthias Hinrichsen)

Der Pool bietet Kindern und Erwachsenen eine wohltuende Erfrischung an heißen Tagen. (© Matthias Hinrichsen)

Das Naturreservat wurde übersichtlich ausgebaut und beschildert, sodass der Besucher besonders an heißen Tagen in einem angenehmes Klima verweilen kann. Die vielen kleinen Quellen, an denen das Wasser aus der Erde hervortritt oder zwischen dem Felsgestein heraus tröpfelt, vereinen sich nach und nach zu einem Wildbach, dem Dan. Rund 240 Millionen Kubikmeter reinsten Quellwassers ergießen sich aus Tiefenquellen jährlich in das durstige Jordantal. Es ist die größte Menge aller drei Jordan-Zuflüsse. Mit etwa 14 Grad Celsius kühlt es die Umgebung merklich – eine Wohltat für Pflanzen und Besucher.

Aus dem Erdboden und Felsspalten dringt das kühle Quellwasser an die Oberfläche. (© Matthias Hinrichsen)

Aus dem Erdboden und Felsspalten dringt das kühle Quellwasser an die Oberfläche. (© Matthias Hinrichsen)

Die Wege sind sehr gut begehbar, nur ein Teil davon jedoch für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehbehinderung ausgelegt. Die Hauptattraktionen sind – neben den vielen kleinen Quellen – ein riesiger Pistazienbaum, eine Pool mit Quellwasser gespeist, der große Erholungsfaktor und nicht zuletzt die historischen Überreste aus der Zeit König Jerobeams, einem der israelitischen Herrscher.

Die historische  Wallanlage in restauriertem Zustand. (© Matthias Hinrichsen)

Die historische Wallanlage in restauriertem Zustand. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Dan – Ruinen aus der Richterzeit

In einem Teil des Naturreservats existieren noch die Ruinen von Laish, das von Kanaanitern etwa 2.700 v.Chr. erbaut wurde. Während der Zeit der Richter fiel sie in die Hände des israelitischen Stammes Dan und war für mehrere Jahrhunderte deren Heimat. Über 20 Meter ragt der Siedlungshügel in die Höhe und beherbergt mehrere tausend Jahre Geschichte. Zu sehen sind heute die Überreste aus israelischer Zeit. Als das Reich Salomons geteilt wurde, wurde dieser Ort zur Kultstätte erhoben und diente als Ersatz für den Jerusalemer Tempel – bis in die hellenistische Periode. Über viele hundert Jahre fand sie keine wesentliche Beachtung mehr, erst 1838 entdeckte Edward Robinson die Bedeutung der Siedlung als die biblische Stadt Dan.

Das israelitische Stadttor aus der Zeit König Jerobeams. (© Matthias Hinrichsen)

Das israelitische Stadttor aus der Zeit König Jerobeams. (© Matthias Hinrichsen)

Als besonderer Fund gilt der Hohe Platz aus der Zeit des Königs Jerobeam. Das israelitische Stadttor wurde restauriert, ebenso das Kanaanitische Tor, mit dem möglicherweise ältesten Gewölbe, das jemals entdeckt wurde.

Israel Nature and Park AuthorityBesucherhinweise

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Geeignet für: Fußgänger, teilweise auch für Rollstuhlfahrer
  • Aufenthaltsdauer: 1-2 Stunden
  • Beste Besuchszeit: Ganzjährig
  • Besonders sehenswert: Ursprung der Dan-Quelle
  • Ausstattung und Attraktionen: Restaurant, Picknickgebiet, teiweise Rollstuhl geeignet
  • Öffnungszeiten: April-September 8.00-17.00 Uhr; Oktober-März 8.00-16.00 Uhr; freitags 8.00-15.00 Uhr; letzter Einlass eine Stunde vor Schließung
  • Telefon: 04-695-1579
  • Eintritt: Erwachsene NIS 27/Kinder NIS 14, Gruppen ab 30 Personen NIS 22/13; Senioren 50% Ermäßigung
  • Information: Ein für Rollstuhlfahrer nutzbarer Weg ist vorhanden.
  • Anreise: Auf der Straße 99 (Kiryat Shmona-Masàdeh), nach ca. 11 km an der Metsudot Kreuzung Richtung Osten, nördlich von Kiryat Shmona, in der Nähe des Kibbutz Dan.

Die Angaben basieren auf Informationen der Israel Nature and Parks Authority / Änderungen sind möglich.

Tel Dan Naturreservat

 

Schreibweisen: Dan, Tel Dan

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