Kinder – je religiöser desto mehr

Rabbiner Matityahu Cheshin mit jüdischen Kindern im jüdisch-orthodxen Viertel Mea Shearim in Jerusalen.  (© U.S. Embassy Tel Aviv/flickr CC BY-SA 2.0)

Rabbiner Matityahu Cheshin mit jüdischen Kindern im jüdisch-orthodxen Viertel Mea Shearim in Jerusalen. (© U.S. Embassy Tel Aviv/flickr CC BY-SA 2.0)

2011 hat das Zentrale Statistikamt erstmals eine umfassende Studie zur Geburtenrate in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit Schwerpunkt auf dem Grad der Religiosität vorgelegt. Untersucht wurde die Geburtenrate zwischen 1979 und 2009. Die Studie zeigte für alle untersuchten Jahre einen klaren Zusammenhang zwischen dem Grad der Religiosität und der Zahl der Geburten pro Frau. Je religiöser eine Frau ist, desto mehr Kinder gebärt sie im Laufe ihres Lebens. Trotzdem zeigte die Studie Veränderungen über die Jahre. Die Geburtenrate ultraorthodoxer Frauen liegt heute bei 6,5 Kindern pro Frau. Säkulare jüdische Frauen gebären im Durchschnitt 2,1 Kinder.

Auch der Zeitpunkt für Kinder unterscheidet sich: Werden die meisten Geburten pro 1000 Frauen unter den Ultraorthodoxen im Alter von 25-29 Jahren verzeichnet (350-400 Kinder pro 1000 Frauen, im Gegensatz zu immerhin noch 300-350 Kindern pro 1000 Frauen für das Alter 19-24), so liegt das wichtigste Alter für das Gebären von Kindern bei den säkularen Frauen seit den 1990er Jahren zwischen 30 und 34 Jahren. Die Geburtenrate bei säkularen Frauen zwischen 20 und 24 Jahren ist in etwa so hoch oder niedrig wie die von ultraorthodoxen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren.

(Botschaft des Staates Israel, 01.04.2012)