Tischa Beav (Gedenken an Tempelzerstörung)

Tischa Beav - Gedenken an Tempelzerstörung: Diese Steine wurden von römischen Soldaten 70 n. Chr. aus der Westmauer herausgerissen. (© Bastian Glumm)

Tischa Beav – Gedenken an Tempelzerstörung: Diese Steine wurden von römischen Soldaten 70 n. Chr. aus der Westmauer herausgerissen. (© Bastian Glumm)

Der 9. Av (Hebr. tisch’a beAv, Tisha B’Av oder Tischa Beav תשעה באב) – ist der neunte Tag des Monats Av – ist ein jüdischer Fast- und Trauertag, an dem die Juden der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedenken. An diesem bedeutsamen Tag wurde der erste und der zweite Tempel sowie Betar im Bar-Kochba-Krieg (132–135 n. Chr.) zerstört. Auch soll Gott an diesem Tag das Urteil über das israelische Volk nach der Sünde des Goldenen Kalbs gefällt haben. Und exakt an diesem Tag wurde Jerusalem durch die Römer zerstört.

Tischa Beav – Fasttag

Der 9. Av ist – neben Jom Kippur – der einzige öffentliche Fasttag, der volle 25 Stunden dauert, vom Sonnenuntergang des Vorabends bis zum Erscheinen der Sterne am darauffolgenden Tag. In den Synagogen werden zu diesem Anlass Klagelieder gesungen und besondere Qinot gelesen. Einer chassidische Sage zufolge soll der Messias ebenfalls am 9. Av geboren werden, was als Zeichen gelte, dass Gott den Juden und der gesamten Welt ihre Vergehen verziehen hat.

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