Purim (Losfest)

Der Geschenkkorb an Purim ist reich gefüllt. (Foto: Tova Teitelbaum/iStockphoto)

Der Geschenkkorb an Purim ist reich gefüllt. (Foto: Tova Teitelbaum/iStockphoto)

Purim erinnert an die Rettung des jüdischen Volkes in der persischen Diaspora durch Königin Esther, was auf das 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. Dieses Fest wird landes- und weltweit am 14. Adar gefeiert, in Jerusalem, Jericho und dem ehemaligen Susa am 15. Adar.

Im Alten Testament findet sich der Hinweis auf Purim im Kapitel Ester. Das jüdische Volk befand sich damals im Exil und Haman, der Minister, plante dessen landesweite Vernichtung. Ester, die als Jüdin auf wunderbare Weise an den Hof berufen wurde, um König Xerxes (hebr. Ahasverausch oder Ahasverus) zu dienen, hielt mutig Fürsprache bei ihm nachdem sie von dem Plan erfahren hatte und bewahrte es so vor der Vernichtung. Haman wurde exekutiert und als Nachfolger berief der König den jüdischen Gelehrten Mordechai, Onkel von Ester.

Gefeiert wird Purim in seiner Ausführung ähnlich Karneval. Verkleidungen, Musik und Tanz gehören ebenso wie Essen und Trinken dazu, um dem Anlass eine freudige Note zu geben. Dieses Fest ist besonders bei Kindern beliebt, da sie an einem Tag im Jahr sich in eine Person verkleiden können, die sie gerne sein möchten. Das ist nicht anders als beim weltlichen Karneval auch. An Purim sind die beiden Hauptfiguren, der böse Haman und die gute Prinzessin Esther, am beliebtesten. Jüdische Gemeinden in Deutschland veranstalten Purim-Feiern jedoch nicht nur für Kinder, sondern gern auch für Erwachsene. Der Unterschied zu Karneval liegt allerdings im Hintergrund, der für Juden einen wichtiger Zeitpunkt in ihrer Geschichte ist.

Sieben Pflichten an Purim

 

  1. Vollständige Lesung des Kapitels Ester vor der Gemeinde. Bei Erwähnung des Namens Haman klappern die Zuhörer mit den Knarren; in dieser Zeit wartet der Vorleser, bis wieder Ruhe eingekehrt ist.
  2. Mindestens eine Geschenksendung mit zwei verschiedenen Speisen an seinen Nächsten oder Freude, die direkt am Feiertag versandt wird.
  3. Mindestens je ein Geschenk an zwei Arme, üblicherweise Geldgeschenke.
  4. Lesen der Tora.
  5. Beim Gebet und beim Tischgebet über die Speisen „Über die Wunder“ sagen.
  6. Während der Festmahlzeiten muss nach Ansicht der Gelehrten so viel Wein getrunken werden, bis derjenige nicht mehr zwischen „Verflucht sei Haman“ und „Gelobt sei Mordechai“ unterscheiden kann; dazu werden Haman-Taschen gegessen.
  7. Trauerreden und Fasten sind am Festtag verboten.

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