Chanukka (Lichterfest)

Der 8-flammige Leuchter - die Hannukia - wird nur an Chanukka verwendet. (© Howard Sandler)

Der 8-flammige Leuchter – die Hannukia – wird nur an Chanukka verwendet. (© Howard Sandler)

Chanukka bezeichnet den achten Tag des Lichterfestes und dieser Begriff kommt nicht von ungefähr. Zum Chanukka Fest, das am Vorabend des 25. Kislew nach dem jüdischen Kalender beginnt, werden jeden Tag eine Kerze (ein Licht) an einem 8-flammigen Leuchter entzündet. Die mittlere Kerze dient zum Anzünden. Während der Feiertage wird der Triumph des Lichtes über die Dunkelheit, der Reinheit über die Unreinheit, des Spirituellen über das Materielle gefeiert.

Chanukka – die Geschichte

Das Volk Israel wurde vor 2100 Jahren von den Seleukiden (Syro-Griechen) beherrscht und sollte zwangsweise hellenisiert werden. Eine kleine Gruppe frommer Juden besiegte wider Erwarten die Besatzer, eine der mächtigsten Armeen zu damaliger Zeit. Sie vertrieben die Griechen und befreiten so den Tempel in Jerusalem. Als sie die Menora entzünden wollten, war jedoch nur noch ein Krug Olivenöl übrig geblieben, der nicht durch die Griechen verunreinigt war. Doch zum Erstaunen aller brannte die Menge, die eigentlich nur für einen Tag reichte, acht Tage lang. Dann war neues Öl gemäß den rituellen Reinheitsvorschriften hergestellt.

Chanukka – feierlicher Anlass

Diesem Wunder zum Gedenken wird das Chanukka-Fest gefeiert. Zentrales Ritual ist das Entzünden der Chanukkia am Abend. Begonnen wird mit einer Kerze, eine weitere kommt mit jedem weiteren Tag hinzu bis zum achten Abend.

Öffentliches Entzünden von Kerzen an einer Channukia in Hannover. (© Matthias Hinrichsen)

Öffentliches Entzünden von Kerzen an einer Channukia in Hannover. (© Matthias Hinrichsen)

Chanukka – öffentliche Feiern in Deutschland

Seit einigen Jahren feiern Juden und Freunde des Judentums Chanukka auf öffentlichen Plätzen neun Tage lang das Entzünden der Kerzen an der Chanukkia. Dazu sind neben Mitgliedern der jeweiligen jüdischen Gemeinden sowie deren Freunde und Interessierte auch Personen des öffentlichen Lebens eingeladen, Chanukka zu feieren und würdigen. In vielen deutschen Großstädten wie Berlin, München, Hamburg und Hannover werden mehrere Meter hohe Chanukkia aufgestellt. Die Höhe allerdings ist begrenzt auf 9,60 Meter. Dieses Maß ist im jüdischen Gesetz so festgelegt, wonach der Leuchter maximal 20 Ellen hoch sein darf. Bei einem Ellenmaß von 48 Zentimetern ergibt sich die maximale Höhe. Alles darüber sei nicht mehr koscher, so der Rabbiner von Chabad Hannover, Benjamin Wolff.

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