Shivta (Schiwta)

Überreste der ehemaligen Nabatäerstadt Shivta mitten in der Wüste. (© Matthias Hinrichsen)

Überreste der ehemaligen Nabatäerstadt Shivta mitten in der Wüste. (© Matthias Hinrichsen)

Shivta National Park
UNESCO Weltkulturerbe

Nahe der ägyptischen Grenze fristet im westlichen Negev die einstige Nabatäer-Stadt ein etwas abgelegenes Dasein. Zu Handelszeiten zählte Shivta – neben Avdat und Mamshit – zu den wichtigsten Haltestationen für Karawanen. Der Ort jedoch war unbefestigt und seine Bevölkerung verdiente mit dem Anbau von Feldfrüchten den Lebensunterhalt. Auch historische Weinpressen zeugen vom landwirtschaftlichen Anbau.

Ausgrabungen in Shivta zeigen den Reichtum der alten Nabatäerstadt. (© Matthias Hinrichsen)

Ausgrabungen in Shivta zeigen den Reichtum der alten Nabatäerstadt. (© Matthias Hinrichsen)

Shivta – Bewässerung ohne Grundwasser

Zur Bewässerung von Pflanzen und der Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser war ein ausgeklügeltes Wassersystem notwendig, da es keinerlei natürliche Wasservorkommen im Boden gab. So wurde die oberflächliche Wassergewinnung entwickelt. Dieses bedeutete aber auch eine gut durchdachte Stadtplanung, wobei die Straßen im nördliche Bereich der Stadt lagen, sodass sie in großen Wasserreservoirs mündeten.

Shivta – alte Methoden für moderne Bewässerung

Heute führt ein über 700 Meter langer Weg zu einer modernen Obstplantage nördlich von Shivta. Dort werden die altertümlichen Methoden zunutze gemacht um Johannisbrotbäume, Feigen, Mandeln, Pflaumen, Oliven, Granatäpfel, Pfirsiche, Aprikosen und Trauben erfolgreich anzupflanzen.

Shivta – Überreste historischer Bauten

Die Überreste aus der römischen Periode um das erste Jahrhundert v. Chr. sehen Sie im südlichen Teil der Stadt. Die meisten Ausgrabungen jedoch rühren aus der byzantinischen Periode (4.-7. Jahrhundert n. Chr.). In Shivta gab es zwei Kirchen. Die prachtvolle Nordkirche mit marmorbedeckten Wänden zeigte heilige Reliquien, zu deren Besichtigung Christen von weither anreisten. Darüber hinaus entdeckten die Archäologen ein aus einem Felsstück gehauenes großes, kreuzförmiges Taufbecken.

Israel Nature and Park AuthorityBesucherhinweise

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Geeignet für: Fußgänger
  • Aufenthaltsdauer: 1 Stunde
  • Beste Besuchszeit: ganzjährig
  • Besonders sehenswert: Die Architektur, die Jahrtausende überlebt hat
  • Öffnungszeiten: nicht veröffentlicht
  • Eintritt: frei
  • Anfahrt: Von der Tlalim-Abzweigung der Straße Be’er Sheva – Shizafon (Nr. 40) auf die Straße Nr. 211 und dem Straßenverlauf 15 Kilometer folgen. Nach Süden an der Abzweigung in der Nähe der Tankstelle abbiegen und ungefähr 10 Minuten fahren .

Die Angaben basieren auf Informationen der Israel Nature and Parks Authority / 2016 / Änderungen sind möglich.

Schreibweisen: Schiwta, Shivta

vgl. Nabatäer-Städte Avdat, Mamshit

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