Via Dolorosa – Stationen I-IX

In der Krypta von Ecce Homo sehen Sie das Original-Straßenpflaster aus der Zeit Jesu. (© Matthias Hinrichsen)

In der Krypta von Ecce Homo sehen Sie das Original-Straßenpflaster aus der Zeit Jesu. (© Matthias Hinrichsen)

Via Dolorosa – Station I

: Jesus wird von Pilatus zum Tode verurteilt
Der römische Prokurator Pontius Pilatus verurteilt Jesus in der Festung Antonia zum Tod (Johannes 18,28).

Überreste des Triumphbogens überspannen die Via Dolorosa. (© Matthias Hinrichsen)

Überreste des Triumphbogens überspannen die Via Dolorosa. (© Matthias Hinrichsen)

Via Dolorosa – II

: Jesus nimmt das Kreuz auf
Nach seiner Geißelung soll Jesus an diesem Ort durch Pilatus mit den Worten „Ecce homo!“, was übersetzt heißt „Siehe, der Mensch!“, vorgeführt haben. Heute befinden sich ein mehrgeschossiges Kloster, das 1856-68 erbaut wurde und in direkter Verbindung die Ecce-Homo-Basilika, die für Besucher nur durch eine Glasscheibe zu betrachten ist. In den Bau integriert ist der sogenannte Ecce-Homo-Bogen, Teile eines ehemaligen römischen Triumphbogens (hadrianische Zeit, 2. Jh. n. Chr.), der auch außerhalb sehr gut sichtbar ist.

Weiterhin zählt die 1903 errichtete Verurteilungskapelle (errichtet auf den Mauern einer byzantinischen Kirche) sowie das Kloster der Schwestern von Zion. Im heutigen Kellergeschoss, der Krypta, ist ein römisches Straßenpflaster aus der Zeit Jesu erhalten. Hierauf soll Jesus verspottet worden und ihm die Dornenkrone aufgesetzt worden sein. Dort laden Sitzbänke zum Verweilen ein. Auf dem Weg zur Krypta zweigt ein Gang zu einer Zisterne aus hellenistischer Zeit ab (Maße: 52 Meter Länge, 15 Meter Breite, 13 Meter Höhe).

Via Dolorosa – III

: Jesus fällt zum ersten Mal
Die mutmaßliche Stelle, an der Jesus mit dem Kreuz das erste Mal zu Fall kam, markiert die dritte Station. Dort hat die polnische Gemeinde 1947 eine kleine Kapelle errichtet – aus Spendengeldern von Soldaten, die während des zweiten Weltkrieg in Israel ihren Dienst versahen. Im Bogen des Eingangs ist ein Hochrelief des Polen Thaddeus Zielinsky zu sehen, das den stürzenden Jesus darstellt. Heute befindet sich auch ein kleines Museum neben der Kapelle.

Via Dolorosa – IV

: Jesus begegnet seiner Mutter
Diese Stelle ist in der Bibel nicht überliefert. Im 20. Jahrhundert wurde die Kapelle von der Ohnmacht Unserer Lieben Frau errichtet. An der Stelle der armenischen Kirche der Schmerzen Mariä (1881) soll laut Überlieferung Jesus und Maria zusammengetroffen sein. Die Krypta ist durch ein großflächiges byzantinisches Bodenmosaik aus dem 4.-6. Jahrhundert geschmückt, die Fußabdrücke im Fußboden sollen von Maria stammen. Thaddeus Zielinsky hat auch für diese Station ein Hochrelief an der Eingangstür erstellt, das die Begegnung von Mutter und Sohn darstellt.

Beschilderung der Station V. (© Matthias Hinrichsen)

Beschilderung der Station V. (© Matthias Hinrichsen)

Via Dolorosa – V

: Simon von Kyrene hilft Jesus
Simon, ein Jude aus Libyen, trug ab hier das Kreuz für den erschöpften Jesus. Im Jahr 1881 wurde dort die Franziskanerkapelle errichtet.

Via Dolorosa – VI

: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
In direkten namentlichen Bezug zum Geschehnis steht heute an diesem Ort die griechisch-orthodoxe Kirche der hl. Veronika. In ihrem Inneren sind Reste eines tiefer gelegenen Gebäudes zu erkennen, die wahrscheinlich zu einem byzantinischen Kloster aus dem 6. Jahrhundert gehörten. Das berühmte „Schweißtuch derVeronika“ befindet sich in Rom.

Im arabischen Suq. (© Matthias Hinrichsen)

Im arabischen Suq. (© Matthias Hinrichsen)

Via Dolorosa – VII

: Jesus fällt zum zweiten Mal
An der Kreuzung von Via Dolorosa und der überdachten Basarstraße Suq Khan Ez-Zeit (Ölpressenstraße), erinnert in der Franziskanerkapelle von 1875 eine rötliche Säule an den zweiten Sturz Jesu. Sie stammt ursprünglich aus der Aelia Capitolina Hadrians und war Bestandteil der „Porta Judiciaria“; an diesem Urteilstor wurden sämtliche Todesurteile angeschlagen. Durch dieses Tor soll Jesus die Stadt verlassen haben.

Via Dolorosa – VIII

: Jesus spricht zu den weinenden Frauen
„IC XC NIKA“ ist auf dem eingravierten Kreuz des Steines zu lesen, was so viel bedeutet wie: „Weint nicht über mich.“ Dieser Stein befindet sich an der Außenmauer des griechisch-orthodoxen Klosters St. Charalambos.

Via Dolorosa – IX

: Jesus fällt zum dritten Mal
Von der Basarstraße Suq Khan Ez-Zeit führt eine Treppe auf eine Plattform oberhalb der Grabeskirche. Dort befinden sich die Klosterzellen der äthiopischen Mönche und der Zugang zu einer koptischen Kirche, an dessen Schaft einer römischen Säule der Hinweis auf dieses Ereignis befindet.

Klosterzellen der äthiopischen Mönche unmittelbar hinter der Grabeskirche. (© Matthias Hinrichsen)

Klosterzellen der äthiopischen Mönche unmittelbar hinter der Grabeskirche. (© Matthias Hinrichsen)

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