Via Dolorosa

Die Ecce-Homo-Basilika an der Via Dolorosa kann von Gästen des Hauses direkt betreten werden. (© Matthias Hinrichsen)

Die Ecce-Homo-Basilika an der Via Dolorosa ist die zweite Station auf dem Leidensweg Jesu. (© Matthias Hinrichsen)

Die Via Dolorosa – übersetzt „Straße der Schmerzen“ – verläuft zu großen Teilen im arabischen Altstadtviertel Jerusalems. Der Name weist auf den Leidensweg Christi von der Verurteilung bis zur Kreuzigung hin, und stellt in 14 Stationen die einzelnen Geschehnisse nach der Bibel dar. Die Anzahl wurde seitens der Kirche festgelegt, da sie nicht genau überliefert ist. Auf die jeweiligen Stationen weisen entsprechende Schilder hin. Die Strecke beginnt nahe dem Löwentor auf dem Gelände der früheren Festung Antonia und endet in der Grabeskirche.

Via Dolorosa – die 14 Stationen

Jährlich beschreiten Tausende Gläubige mit Gesang und Gebet oder auch in Stille den Weg, jeden Freitag gegen 15 Uhr die Franziskaner-Mönche aus Jerusalem. Die Bezeichnung Via Dolorosa stammt aus der Zeit um 1500 und bezeichnet den Weg, den Jesus vom Prätorium des Pilatus bis hinauf zum Golgatha nehmen musste. Allerdings sind lediglich acht Orte in den Evangelien aufgeführt, die weiteren sechs wurden im Laufe der Jahrhunderte frei hinzugefügt.

Via Dolorosa – archäologische Sicht

Viele Christen denken, dass die Via Dolorosa der tatsächliche Weg sei, den Jesus von der Verurteilung bis zum Felsen Golgatha nehmen musste. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von Archäologen, ist dieses allerdings wenig wahrscheinlich. Dieses soll den Wert den Via Dolorosa nicht schmälern, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass die Strecke als Sinnbild des Leidensweges Jesu gesehen werden soll. An den verschiedenen Stationen, die teilweise pro Ziffer mehrere Ereignisse zusammen fassen, kann der Pilger in sich kehren und beten.

Stationen I-IX

Via Dolorosa I-IX

Stationen X-XIV

Via Dolorosa X-XIV

 


 


 

>>> Video-Karte Via Dolorosa (englisch)

 

Grabeskirche