Tel Arad

Markant und imposant erhebt sich das Tel Arad. (© Matthias Hinrichsen)

Markant und imposant erhebt sich das Tel Arad. (© Matthias Hinrichsen)

Der Archäologe Prof. Viewegger erklärt Funktion und Aufgabe des Allerheiligsten. (© Matthias Hinrichsen)

Der Archäologe Prof. Viewegger erklärt Funktion und Aufgabe des Allerheiligsten. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Arad zählte zu den Großstädten der Region zur Bronzezeit und während der israelitischen Periode. Das Tel liegt nordwestlich von dem heutigen Arad im nördlichen Negev. Es teilt sich in die obere und die untere Stadt. Die untere Stadt wurde nur während der Frühbronzezeit (3.150-2.200 v.Chr.) bewohnt. Umgeben von 1.200 Metern Stadtmauer auf einer Gesamtfläche von 100.000 Quadratmetern, war das Arad des Altertums die größte Ansiedlung in der Region. Straßen, Plätze und Gebäude wurden nach einem genauen Plan errichtet. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, erfolgte durch ein ausgeklügeltes Sammel- und Reservoire-System: Oberflächenwasser wurde in die Tiefe zur Speicherung geleitet, von wo es bedarfsweise entnommen werden konnte. Kleine Wohnhäuser wurden standardisiert errichtet, es enthielt einen großen Gemeinschaftsraum sowie eine Küche oder Lagerraum.

Über 100.000 Quadratmeter erstreckt sich das Tel Arad, eine außergewöhnliche große Fläche für damalige Zeit. (© Matthias Hinrichsen)

Über 100.000 Quadratmeter erstreckt sich das Tel Arad, eine außergewöhnliche große Fläche für damalige Zeit. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Arad – die obere Stadt

Die obere Stadt wurde während der israelitischen Periode (1.200 v.Chr.) errichtet. Mehrere Festungen wurden bis in die Perserzeit (4. Jahrhundert v.Chr.) übereinander gebaut, was früher üblich war, dass nicht mehr benötigte oder beschädigte Gebäude eingeebnet wurden und darauf das neue Gebäude entstand.

Vom israelitischen Tempel ist leider nicht mehr viel zu sehen. (© Matthias Hinrichsen)

Vom israelitischen Tempel ist leider nicht mehr viel zu sehen. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Arad – der israelitische Tempel

Höhepunkt auf dem Areal ist der israelitische Tempel mit einem großen heiligen Außenbereich und einem kleinen innen liegenden „Allerheiligsten“. Der Tempel in Arad stellte eine Miniaturversion des salomonischen Tempels in Jerusalem darstellen. Auf dem gepflasterten Bamah fanden die Forscher ein steinernes, rot lackiertes Denkmal, im Hof vor dem Hechal befand sich ein Altar. Besondere Fundstücke sind auch Tonscherben, auf denen die Namen von Priesterfamilien standen.

Israel Nature and Park AuthorityBesucherhinweise

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Geeignet für: Fußgänger
  • Aufenthaltsdauer: 1-2 Stunden
  • Beste Besuchszeit: ganzjährig
  • Besonderes: Blick vom Tel hinab
  • Ausstattung und Attraktionen: Campingplatz, Snackbar, Veranstaltungen auf dem Gelände möglich

    ettungswacht und Erste Hilfe (im Sommer), Toiletten und Duschen, Picknick-Bereich, Restaurant, Spielplatz, besondere Veranstaltungen

  • Öffnungszeiten: So-Do, Sa, jeweils 8.00-17.00 Uhr, Fr und vor Feiertagen, jeweils 8.00-16.00 Uhr; im Winter Schließung eine Stunde früher; letzter Einlass eine Stunde vor Schließung
  • Telefon: 08-699-2444
  • Eintritt: Erwachsene (ab 14 J.) NIS 15/Kinder NIS 7, Gruppen ab 30 Personen NIS 13; Camping pro Nacht keine Angabe
  • Hunde sind nicht erlaubt
  • nicht Rollstuhl geeignet
  • Anfahrt mit dem Auto: Von der Arad-Shoket Kreuzung Straße (Nr. 31) nach Norden, an der Tel Arad Kreuzung auf die Straße 80

Die Angaben basieren auf Informationen der Israel Nature and Parks Authority / 2016 / Änderungen sind möglich.