JMB: GOLEM – die prominenteste jüdische Legendenfigur

22.09.2016 (07:33) von | Kategorie: Kunst
Überlebensgroße Golem-Skulptur von Joshua Abarbanel, die er eigens für diese Ausstellung geschaffen hat. (© Joshua Abarbanel/JMB)

Überlebensgroße Golem-Skulptur von Joshua Abarbanel, die er eigens für diese Ausstellung geschaffen hat. (© Joshua Abarbanel/JMB)

BERLIN (im/jmb) – Das Jüdische Museum Berlin zeigt vom 23. September 2016 bis 29. Januar 2017 die Ausstellung GOLEM mit umfassenden Begleitprogramm. Bis heute inspiriert die prominenteste jüdische Legendenfigur Generationen von Künstlern und Autoren. Ein Wesen, geformt aus unbelebter Materie wie Staub oder Erde, wird durch rituelle Beschwörung und hebräische Buchstabenkombinationen zum Leben erweckt. Homunkuli, Cyborgs, Roboter, Androide: Der Mythos vom Menschen, der künstliches Leben erschaffen kann, steht im Mittelpunkt der großen Golem-Ausstellung.

Golem-Doppelgänger, Fotografie um 1914, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Nachlass Paul Wegener. (Sammlung Kai Möller/JMB)

Golem-Doppelgänger, Fotografie um 1914, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Nachlass Paul Wegener. (Sammlung Kai Möller/JMB)

Golem – die jüdische Legendenfigur
Geschaffen von einem menschlichen Schöpfer, wird der Golem zum Helfer, zum Gefährten oder zum Retter einer jüdischen Gemeinde in Gefahr. In vielen Erzählungen gerät das Geschöpf außer Kontrolle und wird zur Bedrohung für den, der ihn geschaffen hat. Anhand der Golem-Figur untersucht die Ausstellung Themen wie Kreativität, Schöpfung, Macht und Erlösung. Sie zeigt die thematische Fülle des Stoffes, wie er sich in mittelalterlichen Manuskripten, in vielschichtigen Erzählungen und in Kunstwerken aus den letzten zweihundert Jahren darstellt. Ob in Malerei, Skulptur, Objekt­kunst, Video, Installation, Fotografie oder Illustration: Der Golem lebt und mit ihm die Frage danach, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Das hebräische Wort Golem hat viele Bedeutungen. Eine von ihnen ist Puppe im Sinne von Larve. Die Larve entwickelt sich und schlüpft als Schmetterling, dem der Rabbi Leben einhaucht. Dann beginnt er zu wirken.

Besonders hinweisen möchten wir auf das Buch zur Ausstellung und die sonntäglichen Führungen für Erwachsene, jeweils um 14.00 Uhr. Für Schulklassen und Gruppen (1 Stunde) bietet das Jüdische Museum Berlin Führungen und Workshops zum Thema an.

Besucherinformationen
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
1. OG, Altbau
Telefon: 030 259 93 300
Öffnungszeiten: täglich 10.00-20.00 Uhr, montags 10.00-22.00 Uhr
Eintritt: Museumsticket (8,- Euro, ermäßigt 3,- Euro)
Führungen: sonntags 14.00 Uhr, 3,- Euro pro Person
Begleitband: „Golem“, Kerber Verlag, 184 Seiten, ISBN 978-3735602770, 34,- Euro
>>> Website zur Ausstellung

 

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