Tefillin (Gebetsriemen)

Tefillin an Arm und Kopf bei jüdischen Männern. (© Matthias Hinrichsen)

Tefillin an Arm und Kopf bei jüdischen Männern. (© Matthias Hinrichsen)

Tefillin sind Gebetsriemen, die im Judentum häufig verwendet werden. Es handelt sich dabei um eine schwarze Lederkapsel, in der sich Verse der Thora auf Pergamentrollen geschrieben befinden, die beidseitig mit Lederriemen verbunden ist. In der Thora findet sich die Anordnung Gottes, Tefillin zu tragen, doch im Judentum verbirgt sich noch eine weitere Weisheit dahinter: er soll Kopf, Hand und Herz zu einer Einheit verbinden. So sollen alle drei Einheiten des Menschen in eine Richtung arbeiten und sich harmonisch in der Welt bewegen.

Freitags auf dem Mahane Yehuda Markt feiern orthodoxe Juden G-tt mit einem Minyan und binden dazu jedem Teilnehmer Tefillin. (© Matthias Hinrichsen)

Freitags auf dem Mahane Yehuda Markt feiern orthodoxe Juden G-tt mit einem Minyan und binden dazu jedem Teilnehmer Tefillin. (© Matthias Hinrichsen)

Tefillin – biblischer Bezug

Im 5. Mose 6,8 (Deuteronomium) findet sich Gottes Anweisung für den Gebrauch von Teffilin: „Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, …“

Tefillin-Ausgabe an der Klagemauer. (© Matthias Hinrichsen)

Tefillin-Ausgabe an der Klagemauer. (© Matthias Hinrichsen)

Tefillin – zweifach

Der Betende verwendet stets zwei Tefillin, einen für den einen Arm, den anderen für den Kopf. Das beide gleich ausgeführt sind, ist eine bestimmte Zuordnung für Kopf oder Arm nicht notwendig. Der erste Tefillin wird um den schwächeren Arm, bei Rechtshändern um den linken und umgekehrt, gebunden. Es soll direkt auf der Haut aufliegen, insofern sind Kleidungsstücke vorher zur Seite zu schieben.

Erstmaliges Anlegen eines Tefillin zum Bar-Mitzwa-Ritual

> SEO-Contentpflege IsraelMagazin