Jakobsbrunnen

Der Jakobsbrunnen im Inneren der Kirche darf nicht fotografiert werden - auch nicht gegen Bezahlung. (© Alt-x/flickr CC BY 2.0)

Der Jakobsbrunnen im Inneren der Kirche darf nicht fotografiert werden – auch nicht gegen Bezahlung. (© Alt-x/flickr CC BY 2.0)

Der Jakobsbrunnen soll an die Begegnung Jesu mit einer Samariter-Frau im Johannes-Evangelium erinnern, die er in Sychar an einem Brunnen traf und ihr das ewige Leben versprach. Nach eigenen Angaben eines griechisch-orthodoxen Klosters in Nablus im Westjordanland, befindet es sich in der dazugehörigen Kirche. Doch der Vorfreude auf diesen Ort, folgt nach Betreten schnell die Ernüchterung: Es dürfen in der Kirche keine Fotos gemacht werden, damit der Besucher gezwungen ist, Postkarten zu kaufen. Ein striktes „Nein“ von dem anwesenden Geistlichen führt dazu, diesen Ort schnellstmöglich zu verlassen und nicht weiterzuempfehlen.

Jakobsbrunnen – heute ein Ort des Geldes

Dieses Verhalten ist umso bedauernswerter, als es sich um einen christlichen Ort handelt und die Kirche im Inneren ungewöhnlich freundlich und nicht so düster, wie üblich bei orthodoxen Kirchen, ist. Aber scheinbar geht es nur darum, an Besuchern direkt Geld zu verdienen. Von Geistlichkeit und Entgegenkommen ist hier keine Spur. Unsere Empfehlung: Es gibt viele andere schöne Orte im restlichen Israel, sparen Sie sich den Ausflug in diese Stadt und an diesen Ort. Auch Jesus gab der Frau nicht aus dem Brunnen zu trinken.

Die Fahrt nach Nablus kann vom arabischen Busbahnhof in Jerusalem unternommen werden. Da ist einerseits sicherer, andererseits ist es verboten, mit dem Mietwagen in diese Region zu fahren. Der Busbahnhof ist zweigeteilt und liegt gegenüber des Damaskustores. Einer linker ist sichtbar, den anderen erreicht man am Ende der Straße in der Verlängerung des Ausgangs vom Damaskustor. Die Fahrpreise sind niedrig, die Busfahrer hilfsbereit, wenn Sie den passenden Bus suchen. Sie können auch den Fahrer bitten, dass er Ihnen Bescheid gibt, sobald das Ziel erreicht ist.