Israelischer Unabhängigkeitskrieg (1948/49)

Arabische Offensiven im israelischen Unabhängigkeitskrieg gegen Israel (15. Mai bis 10. Juni 1948). (CCO gemeinfrei)

Arabische Offensiven im israelischen Unabhängigkeitskrieg gegen Israel (15. Mai bis 10. Juni 1948). (CCO gemeinfrei)

Der Krieg wurde durch die als Allianz auftretenden fünf arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak wenige Minuten nach Mitternacht zum 15. Mai 1948 begonnen. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg setzten diese arabischen Staaten militärische Einheiten ein, um den jungen jüdischen Staat Israel zu vernichten. Nach Ansicht der Araber hätten Israel und die Juden kein Existenzrecht auf diesem Gebiet – trotz 2/3-Beschluss der UN-Vollversammlung, der Vertretung aller Nationen auf dem Erdball. Überdies sollte die Westbank (Gebiet westlich des Jordan in Judäa) annektiert werden, um die Macht Jordaniens zu beschneiden.

Israelischer Unabhängigkeitskrieg – Waffenstillstand

Im Januar 1949 wurden die Kämpfe eingestellt und anschließend Waffenstillstandsabkommen – unter der Aufsicht der UN – zwischen jedem einzelnen arabischen Staat und Israel geschlossen. Israel erhielt durch den Unabhängigkeitskrieg neue Grenzen, die schriftlich garantiert wurden. Seinerzeit wurde der Gaza-Streifen unter ägyptische Verwaltung gestellt, andere Gebiete von Jordanien annektiert. Das nach UN-Teilungsplan unter internationaler Kontrolle stehende Jerusalem teilten sich nach dem Unabhängigkeitskrieg Israel und Jordanien auf, was jedoch von vielen Staaten der Welt nicht anerkannt wurde.

Israelischer Unabhängigkeitskrieg – 1,5 Millionen Flüchtlinge

In der Folge flüchteten rund 750.000 Araber oder wurden vertrieben. Im Gegenzug mussten auch 750.000 Juden aus arabischen Nationen vor den Arabern fliehen. Exemplarisch dafür steht für die Ansiedlung dieser Juden die Levinsky Street in Tel Aviv, in dem vorzugsweise Juden aus dem Iran und anderen muslimisch geprägten Staaten eine neue Heimat fanden.