Die Sehenswürdigkeiten an Israels Mittelmeerküste entdecken

06.02.2018 (10:37) von | Kategorie: Tourismus
Die Mittelmeerküste vor Jaffa und Tel Aviv. (© Matthias Hinrichsen)

Die Mittelmeerküste vor Jaffa und Tel Aviv. (© Matthias Hinrichsen)

TEL AVIV (im) – Meer, Sand und Sonne – das ist für viele Reisende der Traum vom Urlaub. Israel ist weit mehr. Neben all den historischen Sehenswürdigkeiten im ganzen Land, den religiösen Orten und der atemberaubenden Natur, bietet eine Meeresregion immer noch das zusätzliche Extra: die salzige Luft, ein Stück Fernweh, ein Stück Freiheit. Die Mittelmeerküste Israels ist so eine Region. Von Jaffa und Tel Aviv im Süden bis zu den Kalkfelsen an der Grenze zum Libanon im Norden lassen sich Dutzende von interessanten Orten erkunden, vom Badestrand bis zu historischen, imposanten Überresten aus der Römerzeit. Folgen Sie uns auf einer Reise an Israels Mittelmeerküste.

Direkt am beschaulichen Hafen von Jaffa kann man leckere Fischgerichte genießen. (© Matthias Hinrichsen)

Direkt am beschaulichen Hafen von Jaffa kann man leckere Fischgerichte genießen. (© Matthias Hinrichsen)

Jaffa

Die erste Station ist Jaffa, ein Küstenort mit über 5.000 jähriger Geschichte, so belegen archäologische Funde. In der Bibel im Buch Jona heißt der Ort Joppe, dem Propheten zu Ehren erinnert eine Wal-Skulptur auf einem kleinen Platz an die biblische Geschichte. König David eroberte Jaffa während seiner Regentschaft und nutzte den Hafen, um Zedernholz für den Bau des ersten Tempels anliefern zu lassen. Nach der Apostelgeschichte des Neuen Testaments soll dort der Apostel Petrus Tabitha zum Leben erweckt haben (APG 9,36-43). Inzwischen ist Jaffa zu einem Ort gereift, den man gerne besucht, weil er so viel zu bieten hat.
In der Altstadt Jaffas, in den schmalen, pittoresken Gassen finden sich noch heute zahlreiche, liebevoll restaurierte Steingebäude aus der osmanischen Periode, die zu einem wunderschönen Künstlerviertel gehören. In einem Viertel scharen sich endlose Antikläden aneinander, versteckt in den Gassen wird ein arabisches Hummus-Restaurant von Einheimischen gestürmt, weil dort weit und breit das beste Kichererbsenpürree jeden Tag frisch gekocht wird und sensationell schmeckt. Rund um den Hafen sind kreative Läden und vor allem Restaurants zu finden, auch das älteste Fischrestaurant der Stadt mit fangfrischen Köstlichkeiten aus dem Mittelmeer. Wer dann immer noch Appetit hat, sollte unbedingt bei Dr Shakshuka einkehren, der ein Meister in der Zubereitung des gleichnamigen Nationalgerichts ist.

4000 Gebäude, vorwiegend im Bauhaus-Stil, bilden in Tel Aviv die "Weiße Stadt", ein UNESCO-Weltkulturerbe. (© Matthias Hinrichsen)

4000 Gebäude, vorwiegend im Bauhaus-Stil, bilden in Tel Aviv die „Weiße Stadt“, ein UNESCO-Weltkulturerbe. (© Matthias Hinrichsen)

Tel Aviv

Auf geht’s nach Tel Aviv, das sich gleich an Jaffa anschließt und eigentlich zu Fuß erreichbar ist, nämlich über den 14 Kilometer langen Sandstrand. Dieser ist in 12 verschiedene Abschnitte aufgeteilt, einer ist extra für orthodoxe Juden, unter Einheimischen zählt der Frishman-Strand zu den schönsten. Die 420.000 Einwohner zählende Mittelmeermetropole wurde 1909 gegründet, schon 1868 siedelten Mitglieder der Tempelgesellschaft und gründeten Sarona, das heute teilweise noch erhalten ist. Die „Weiße Stadt“ ist UNESCO-Weltkulturerbe mit rund 4.000 Gebäuden, größtenteils errichtet von Bauhaus-Architekten, die vor den Nazis fliehen mussten. Besonders sehenswert sind der Carmelmarkt, das Tel Aviv Museum, das neue Kulturareal HaTachana und die Gründungsviertel Newe Zedeq (1887) und Newe Shalom (1890) mit den zauberhaften Häuschen aus der vorisraelischen Zeit. Wenn Sie dann noch Zeit haben, besuchen Sie das Photohouse Pri-Or – 500.000 Fotos hat Rudi Weissenstein aus der Anfangszeit Israels auf Zelluloid gebannt. In dem kleinen Laden, den der Enkel Ben Peter heute führt, können Sie in Tausenden Fotos aus den 1940er- und 1950er-Jahren stöbern und sich von den Anfängen des jüdischen Staates bewegen lassen.

Hier stand zur Römerzeit ein Palast von Herodes. (© Matthias Hinrichsen)

Hier stand zur Römerzeit ein Palast von Herodes. (© Matthias Hinrichsen)

Caesarea Maritima

Gut 50 Kilometer nördlich von Tel Aviv erheben sich die bedeutenden antiken Überreste von Caesarea Maritima. Herodes ließ dort ab 22 v. Chr. Paläste, Tempel und ein riesiges Amphitheater errichten – und zur Versorgung der Stadt mit Wasser aus dem Karmelgebirge ein acht Kilometer langes Aquädukt. Im Amphitheater finden auch heute noch kulturelle Veranstaltungen statt, ergänzt mit moderner Technik. Aufwendige Mosaikfußböden zierten einst die Häuser der reichen Römer, im Hippodrom erfreuten sich die Bewohner an Pferderennen. Ein Teil der ursprünglichen Anlage ist im Meer versunken, aber archäologische Funde lassen immer mehr interessante Details ans Tageslicht kommen, wie 2.600 Goldmünzen, die 2015 gefunden wurden und heute im Israel Museum Jerusalem zu bestaunen sind. In der Bibel wird Caesarea Maritima mehrfach erwähnt, unter anderem, dass Paulus zwei Jahre in Gefangenschaft gewesen ist (Apostelgeschichte 23).

Haifa ist die größte Hafenstadt Israels mit zahlreichen Attraktionen.  (© Matthias Hinrichsen)

Haifa ist die größte Hafenstadt Israels mit zahlreichen Attraktionen.
(© Matthias Hinrichsen)

Haifa

Nach weiteren 40 Kilometern erreichen wir Haifa mit dem Hafen und seinen großen Industrieanlagen im Norden. Doch Haifa hat noch viel mehr zu bieten. Am auffälligsten sind die Bahai-Gärten, die sich über 19 Terrassen von der mittleren Stadt auf 250 Meter Höhenunterschied erstrecken und von Mitgliedern der Bahai-Religionen aus aller Welt aufs Feinste gepflegt werden. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist eine wahre Augenweide. Am unteren Ende schließt sich die „German Colony“ an, einem kleinen Straßenzug mit Häusern aus der Zeit um 1870, als Mitglieder der im Königreich Württemberg entstandenen christlich-chiliastischen Religionsgemeinschaft eine Siedlung gründeten, genau wie in Tel Aviv. Mit einem Ausflugsboot kann man neuerdings nach Akko übersetzen, unserer nächsten Station.

Die Kreuzfahrerfestung in Akko liegt heute unter der Erdoberfläche.  (© Matthias Hinrichsen)

Die Kreuzfahrerfestung in Akko liegt heute unter der Erdoberfläche.
(© Matthias Hinrichsen)

Akko

Akko ist bekannt für seine unterirdische Kreuzfahrerfestung, die erst zu zehn Prozent freigelegt ist. Die arabisch geprägte Stadt mit westlich Ausrichtung birgt reichlich sehenswerte Schätze: Kunsthandwerker in der Kreuzfahrerstadt, die Bahai-Gärten in Akko, ein historisches Türkisches Bad, eine abendliche Rittervorführung und nicht zuletzt die gesamte Altstadt mit vielen Fisch-Restaurants direkt am Mittelmeer. Einer kam jedoch nie nach Akko – Napoleon.

Mit dem Speedboat gelangt man an und in die Höhlen von Rosh Hanikra. (© Matthias Hinrichsen)

Mit dem Speedboat gelangt man an und in die Höhlen von Rosh Hanikra. (© Matthias Hinrichsen)

Rosh Hanikra

Den Schlusspunkt unserer Küstenreise bildet eine von der Natur geschaffenen Sehenswürdigkeit: die Grotten und Höhlen von Rosh Hanikra. In Tausenden von Jahren hat das Meerwasser die Kalkfelsenküste ausgehöhlt und beeindruckende Formationen hinterlassen. Ein Felsvorsprung erinnert an den Kopf eines Elefanten, in den Höhlen pulsieren die Wellen des Mittelmeeres unaufhörlich, draußen hebt sich das cremige Weiß der Felsen vom tiefblauen Meer kontrastreich ab. Zum Abschluss der Reise können Sie sich am nördlichsten Strand Israels in unmittelbarer Nähe das warme Meereswasser um die Zehen spülen lassen und die letzten Strahlen der untergehenden Sonne genießen.

Kontakt für Reiseleiter
Für weitere Informationen steht Ihnen das Staatliche Israelische Verkehrsbüro in Berlin zur Verfügung und sendet auch gerne Unterlagen per Post zu.
Staatliches Israelisches Verkehrsbüro
Telefon 030-2039970
Fax 030-20399730
E-Mail: info-De@goisrael.gov.il
Website: www.goisrael.de

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